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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Innenhof des Oldenburger Schlosses wird zum Stadion

06.09.2018

Oldenburg Klassische Konzerte beim Kultursommer, weiß gedeckte Tafeln beim White Dinner – im Innenhof des Oldenburger Schlosses geht es meist gediegen zu. Das wird am Freitag und Samstag anders sein. Dann fließt der Schweiß, wenn hier die Deutsche Meisterschaft im Straßenfußball steigt. Die Spieler werden nicht der Typ Straßenfußballer sein, aus denen sich gerne mal ein Bundesliga-Spieler entwickelt. Es werden Spieler sein, die auf der Straße leben.

16 Teams aus Einrichtungen der Wohnungslosen- und Suchthilfe aus ganz Deutschland werden anreisen. Aus Oldenburg und dem Ammerland kommen vier weitere hinzu. Koordiniert wird das Ganze seit Jahren vom Verein Anstoß aus Kiel. Die Organisation vor Ort hat der Verein Integration übernommen und auch dafür gesorgt, dass zwei der vier Oldenburger Teams mit Flüchtlingen besetzt sind. „Wir sehen da Parallelen“, erklärt Lobe Ndoumbe, der Vorsitzende. „Obdachlose und Flüchtlinge haben viel, wenn nicht alles verloren oder aufgegeben.“

Seit einem halben Jahr läuft die Organisation in Oldenburg auf Hochtouren: Werbung, Broschüren, Absprachen, Genehmigungen und alle die kleinen Dinge, die halt getan werden müssen. „Es ist total stressig, aber es macht uns einen Riesenspaß, weil wir wissen, dass wir für Menschen etwas Gutes tun, was sie sonst nicht erleben würden.“ Spätestens an diesem Donnerstag beginnt dann die ganz heiße Phase: Die ersten Mannschaften reisen an und wollen übernachten: im Freien, im Zelt oder im Haus der Jugendkulturarbeit. „Wir sind auf alles vorbereitet.“ Auch die Verpflegung muss gestemmt werden.

Neben der Deutschen Meisterschaft für eine Mannschaft winkt den acht besten Spielern eine Reise nach Mexiko. Dort werden sie als deutsche Nationalmannschaft beim Homeless-World-Cup – der Weltmeisterschaft der Obdachlosen – antreten. „Mittel bis gut“ seien die vier Oldenburger Mannschaften, schätzt Ndoumbe ein. Es stehen ein Torwart und drei Feldspieler auf dem Feld, vier Einwechselspieler sitzen maximal auf der Bank, es darf fliegend gewechselt werden. Gespielt wird zwei Mal sieben Minuten. Auflaufen dürfen ausschließlich Klienten der eingeladenen Einrichtungen.

Mit Tim Michaelis und Phil Ohlrogge kommen zwei der drei Schiedsrichter vom Oldenburger Polizeisportverein. Schiedsrichter, die Ahnung von der Materie haben, seien wichtig, findet Ndoumbe. Es gehe bei den Spielen nicht nur um Spaß, die Spieler nähmen den Wettbewerb ernst und wollten auch selber ernst genommen werden – und würden sich über möglichst viele Zuschauer freuen. Gespielt wird am Freitag zwischen 9.30 und 19 Uhr und am Samstag von 8.30 bis 16.30 Uhr.

Katja Mielcarek Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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