OLDENBURG - Für manche Autofahrer wegen der Wartezeiten auf den Straßen ein Ärgernis, für viele andere ein großes Freizeitvergnügen: Auch in diesem Jahr locken die Bike- und Inlinertouren (wie am Mittwoch) tausende Sportlerinnen und Sportler an.
Doch was auf den ersten Blick wie ein Freizeitspaß aussieht, ist tatsächlich eine politische Demonstration für die Erreichbarkeit der Innenstadt für alle, ein l(i)ebenswertes Oldenburg, mehr Verkehrsraum für Fußgänger/-innen, Skater/-innen, Radfahrer/-innen und Busse, mehr Verkehrssicherheit, wie es bei der Initiative Unser Oldenburg nachzulesen ist.
Und das ruft die Polizei auf den Plan, die die Mittwochs-Demonstrationen jeweils mit mehr als zehn Beamten begleitet. Über Kosten, die den Steuerzahlern dadurch entstehen, mochte Polizeisprecher Markus Scharf keine Angaben machen. Das machen wir bei anderen Veranstaltungen auch nicht, sagte er auf Nachfrage. Die Demonstrationen seien immer nett, friedlich und unproblematisch.
Ein aufkeimendes Gerücht von überfüllten Notfallaufnahmen in den Krankenhäusern nach den Inliner-Touren ließ sich nicht bestätigen. Zwei bis drei Verletzte behandeln wir in unserer Aufnahme während und nach den Touren, sagte Gyde Jungjohann, Medizinischer Vorstand des Evangelischen Krankenhauses. Die Verletzungen reichten von Hautabschürfungen bis hin zu Knochenbrüchen.
Wilhelm Vix, Organisator der Bike- und Inlinertouren, kündigte unterdessen für das nächste Jahr die Fortsetzung der Touren an.
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