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Paulus-Schule setzt voll auf Digitalisierung Ein Quantensprung für den Unterricht

Digitaler Unterricht in der Paulus-Schule mit Mareike Betten.

Digitaler Unterricht in der Paulus-Schule mit Mareike Betten.

Oldenburg - 2018 hatte die Paulus-Schule damit begonnen, ihre ersten Kreidetafeln gegen aktive Bildschirme auszutauschen. Für die Umrüstung aller Klassenräume seien damals bis zu acht Jahre eingeplant gewesen, erinnert sich Schulleiter Reinhard Lobmeyer. Doch es ging alles viel schneller an der katholischen Oberschule.

29 Bildschirme

Der Digitalpakt, aus dessen Mitteln der Schule knapp 161 000 Euro zur Verfügung stehen, habe es ermöglicht, die Geräte in kürzester Zeit anzuschaffen. In diesen Osterferien wurden die letzten 15 von ihnen aufgebaut. 29 sogenannte interaktive Bildschirme stehen jetzt in der Schule. Dazu viele Kameras, neue Netzwerktechnik und einige iPad Klassensätze. „Ein Quantensprung“, sagt Lobmeyer. „Jetzt, wo Corona uns zwingt, in verschiedene Szenarien zu gehen, haben wir die Möglichkeit, den Hybridunterricht mit den Boards zu realisieren. Alle Schüler, die nicht in die Schule kommen, können sich ihrem Klassenraum digital dazu schalten und wie in einer normalen Unterrichtssituation mit agieren.“

Als die ersten Boards aufgebaut waren und klar wurde, was sie für Möglichkeiten eröffnen, wollten alle Lehrkräfte schnell damit einsteigen, sagte er.

Eine von ihnen ist Mareike Betten. „Wofür es sich zu leben lohnt“ stellt sie im Religionsunterricht der zehnten Klasse zur Diskussion. Nur die Hälfte der Klasse ist anwesend, die andere ist über Bild und Ton zugeschaltet und sieht, was auf dem großen Bildschirm passiert.Wurden die Antworten vor noch nicht langer Zeit per Kreide an die Tafel geschrieben, so fordert die Lehrerin jetzt ihre Schülerinnen und Schüler auf, die Handys zu zücken, sich in das WLAN der Schule einzuklinken und ihre Antworten direkt als Handy-Voting an das interaktive Display zu senden.

Es sei anfänglich schon eine Herausforderung gewesen, alles im Blick zu haben, räumt Betten ein. Doch wenn man sich an die Technik gewöhnt habe, würde sie vieles erleichtern. Betten kann jetzt Tafelbilder zu Hause vorbereiten, sie dann mit Schülern verändern, speichern und in der nächsten Stunde wieder abrufen. Auch die Schüler im Homeschooling können alles sehen und mitarbeiten.

Fördermittel bekommen

„Bei der Einführung der Smart-Boards war es uns wichtig, dass wir bei Lehrkräften, Schulleitungen und Schülern eine hohe Akzeptanz haben“, sagt Uwe Kathmann, Vorstand der Schulstiftung St. Benedikt in Vechta. „Und als Schulträger sind wir dankbar dafür, dass wir auch als freie Schulen Fördermittel aus dem Digitalpakt bekommen.“

Auch die Schüler freuen sich über die moderne Ausstattung. Präsentationen, Visualisierungen, die Produktion von Podcasts und die Einbindung von Lehrfilmen gestalten den Unterricht deutlich abwechslungsreicher. Auch von zu Hause könne man den Unterricht gut mitverfolgen, sagt Erik aus der zehnten Klasse. „Ich finde die Boards besser als eine normale Tafel“, fasst sein Klassenkamerad Florian alles zusammen. „Lernen kann ich so besser, da nehme ich mehr auf.“

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