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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Großes Vergnügen Schlag auf Schlag

13.11.2017

Oldenburg Großartige Tänze, artistische Turnerinnen und Turner und atemberaubender Akrobatik: Eine erfolgreiche Premiere feiert am Freitagabend der Bürgerfelder Turnerbund mit der 91. Auflage des Bühnenabends. Auch im 125. Jahr seines Bestehens gibt es immer wieder Innovatives. Das bestätigt auch Ingeborg Peters. „Ich habe schon 1950 bei dem damaligen Bühnenabend den Radetzky-Marsch getanzt. Auf unseren schwarzen Zylindern stand der Schriftzug ,BTB’ drauf“, erzählt die heute 85-Jährige, bevor die große Show losging.

Zur Premiere nun war die Halle voll besetzt. Es gab immer wieder tosenden Applaus für die rund 100 Mitwirkenden. Die Cheerleadergruppen „Magic Sistas“ und die „Thunder Sistas“ brachten mit ihrem Mix aus Akrobatik und Tanz das Publikum sofort in die richtige Stimmung. Florian Pelzer führte souverän durch das Programm. Auch wenn sein „Outfit“ anfangs noch unvollständig war, und er auf Hinweis aus dem Publikum sich zwar eine Rose ansteckte, aber in der Aufregung vergessen hatte, sich eine Hose anzuziehen. Er glänzte an diesem Abend in einer Doppelrolle, denn er spielte auch im anschließenden plattdeutschen Theater mit.

Publikum verzaubert

Schlag auf Schlag lief das Bühnenprogramm ab. Kaum hatte der Applaus für eine Darbietung eingesetzt, sprang, hüpfte, tanzte und „flog“ schon die nächste Gruppe nach fetziger Musik über die Bühne. Sherlock Holmes wurde von der „Talentturngruppe“ gekonnt „verturnt“. Die „Echanted Dancers“ waren zum ersten Mal dabei und verzauberten das Publikum mit lateinamerikanischen Tänzen. Mit Wischmopp als Tanzpartner wirbelte die Gruppe „Flowerpower“ mit Rhythmen der 50er und 60er Jahre über das Parkett. Die Choreographie zu „Bird set free“ auf Einräder darzustellen, gelang der Gruppe „Abgefah’n“ ganz exzellent.

„I feel pretty“ und „I like to be in America“ sangen und tanzten die „Funky Roses“ aus der West-Side-Story. Und „Alice im Wunderland“ wurde prachtvoll von den beiden Gruppen „conFuß“ und „Le Lewela“ interpretiert. Die Gruppe „Rhythmische Sportgymnastik“ wurde begleitet von verträumten Gesängen. Während die Jazzgruppe „Just be“ nach der Musik aus „La La Land“ tanzte, servierten Tamara Clausen und ihre Kolleginnen feine Aktiv-Häppchen im Publikum.

Bevor frenetischer Applaus auf das Duo „SimKat“ niederprasselte, stockte zwischendurch jedem der Atem. Das Duo eroberte mit kraftvollen Partnerfiguren, turnerischen Elementen und traumhaftem Tanz die Bühne. Lilli Schnitger und Lorena Aumann tanzten im „Hip Hop“ viele verschieden Richtungen. „Kurz vorm Auftritt waren wir etwas nervös, aber dann merkt man das Publikum gar nicht“, verrieten die beiden der NWZ.

Wie elegant und tänzerisch fragil sechs gestandene Männer ein Auto waschen können, zeigte die Herrengruppe „Inkognito“. Manch Erotiktänzerin konnte sich hier noch wertvolle Anregungen holen. Acht „Ladys in Black“ zeigten, wie man mit einem großen weißen „A“ vor einem schwarzen Hintergrund tolle Formen hervorbringen kann.

Geschäftsführer Roland Fischer und Sportlehrerin Tamara Clausen waren zufrieden mit dem Abend und „froh dass kein Unfall passiert ist“, ließen beide verlauten. Der 91. Bühnenabend war ein großartiges Erlebnis.

Trubel um Sau Anita

Auf derselben Bühne wurde nach der Pause die Sau raus gelassen. „Laat de Sau rut“, heißt der Dreiakter von Andreas Wening. Weil Norbert Heppner (Hans-Jürgen Schröder) und sein Sohn Mirco (Florian Pelzer), die von den Frauen postulierte vegetarische Ernährung heftig kritisieren und nicht mitmachen wollen, stimmt Norberts Frau Karin (Sabine Carstens) letztlich zu, dass man sich Anita – die fette Sau – anschafft, um später einen deftigen Schweinebraten genießen zu können. Norbert berichtet am Tisch von den körperlichen Vorzügen und Maßen von Anita, während Selma Sulzbach (Sabine Stigge) und Lotte Reischel (Anke Reker) ihn heimlich am Fenster belauschen. Die vermuten nun, Anita ist Norberts Freundin. Damit geht der Trubel so richtig los. Weitere Akteure sind Peter Mrochen, Hans-Günter Wasner, Heiko Oltmanns und Maren Groth-Ische.

Der Zuschauer kann gespannt sein, wie sich das ganze Dilemma auflöst. Regisseurin Gila Schmidt hat gute Arbeit geleistet. Ihre Regie und das Talent der einzelnen Schauspielerinnen und Schauspieler mit hoher Textsicherheit und gekonnter Mimik machen das Stück zu einem lebhaften Vergnügen. Alles ist ein bisschen verrückt und alles ist doch auch so normal, das Bühnenbild kreativ und „themengerecht“ konstruiert. Souffleurin Bibiana Brandt war wenig gefordert.

Termine: Dienstag, 14.11., bis Freitag, 17.11., jeweils um 19.00 Uhr. Sonnabend, 18.11., um 17.00 Uhr in der Halle 2, Alexanderstraße 191

Kartengibt es im Vorverkauf bei Uhren Spiekermann, Alexanderstraße 191, abends auch an der BTB-Info, zum Preis von 7bis 9 Euro. An der Abendkasse zahlt man 50 Cent mehr; Infos: Tel. 80 99 30


     www.btb-oldenburg.de 

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