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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Kibum lässt Bilder sprechen und Kinder lesen

16.10.2017

Oldenburg Noch knappe drei Wochen sind’s bis zum Start der nunmehr 43. Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse – die landauf landab eigentlich nur noch unter dem Kosewörtchen „Kibum“ firmiert. Dass etwas so liebevoll Inszeniertes eine kleine bis mittlere sechsstellige Summe alljährlich kosten kann, wird schnell vergessen. Und als noch spektakulärer erweist sich diese Zahl dann beim Gedanken an die erste Messe ihrer Art im Jahr 1975. Damals wurden schließlich „nur“ 9000 D-Mark für die Veranstaltung veranschlagt...

Rund um die Kibum

Piotr Socha – der polnische Illustrator hat nicht nur mit den Kindern der Wallschule am Kibum-Buch „Wisent-Geschichten“ gearbeitet und wird gleich mehrere Bilderbuch-Lesungen während der Messe begleiten. Am Freitagabend hat Socha auch noch den Deutschen Jugendliteraturpreis (Kategorie Sachbuch) mit seinem Werk „Bienen“ gewonnen. Dieses wird er auch am 5. November (15 Uhr) in der Stadtbibliothek vorstellen.

Das 36. Festival der Kinderfilme läuft vom 2. bis zum 15. November im Casablanca-Programmkino. Gezeigt werden Filme wie „Die Reise der Pinguine 2“, „Maleika“ oder auch „Amelie rennt“.

Knapp 300 Bücher und Manuskripte wurden zum diesjährigen Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg eingesandt. Die drei Nominierten lesen am Mittwoch, 8. November, um 15 Uhr in der Kinderbibliothek aus ihren Beiträgen.

Sei’s drum! Wenn am 4. November die Kibum im und rund ums Kulturzentrum PFL eröffnet, kommen hier dann auch wieder die härtesten aller Literaturkritiker zusammen – dann ignorieren sie, was schon äußerlich nicht zusagt. Legen zur Seite, wo ihnen bereits das Inhaltsverzeichnis jegliche Laune verdirbt. Dass aber nicht nur die kleinen Gäste Spaß an Programm und literarischer Auswahl haben, sondern auch deren Eltern, Pädagogen und ja, auch wissenschaftlich Interessierte – nun, dafür setzt sich alljährlich der Kibum-Korat mit Vertretern von Stadt und Uni zusammen, stimmt über das nächste Motto und so die Basis des großen Ganzen ab.

In diesem Jahr ist’s wie berichtet Polen, dem die Ausstellung in der Hauptsache gewidmet ist – wohl nicht ganz zufällig im Jahr der Oldenburger „Polen-Begegnungen“... Und die polnischen Kinderbuchverlage wie Autoren und Illustrationen seien „ausgesprochen begeistert“ darüber, wie die Programmverantwortliche Regina Peters sagt. „Für die Kibum werden ja erstmals viele wichtige Werke in die deutsche Sprache übersetzt – das erhöht deren Chancen auf dem deutschen Buchmarkt, der in Polen sehr geschätzt wird, enorm.“

Wenn nun aber die polnischen Autoren selbst zu Lesungen gen Oldenburg kommen – könnte das beim jungen Publikum nicht für Verständnisprobleme sorgen? „Wir zählen da auch auf die Aufgeschlossenheit, sich auf die spannenden zweisprachigen Lesungen einzulassen und Neues zu entdecken“, sagt Peters. Für kompetente Übersetzungen sei da allemal gesorgt.

Kibum im Netz

Multimedial stellen wir Ihnen die Kibum in einer umfassenden NWZ-Dokumentation vor. Hier finden Sie zahlreiche Geschichten und Daten zur Historie der Messe, aber auch Skandale und die spannendsten Termine der bevorstehenden Veranstaltung – inklusive einiger folgender Leseproben der Nominierten zum Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis 2017. Und wie es sich für eine Literaturmesse gehört, sollten Sie etwas Zeit für die Lektüre investieren! Zu finden unter: Das Programm zur 43. Oldenburger Kinder- und Jugendbuchmesse liegt auch in gedruckter Form vor. Auf insgesamt 82 Seiten sind weit über 200 Veranstaltungen aufgeführt.

Auch wenn es hier und dort möglicherweise mal am entsprechenden Wortschatz mangeln sollte – allein der Bilderreichtum dieser Kibum mit Janosch, Mizielinska und Co dürfte helfen, gedankliche Grenzen rasch überwinden zu können. Optisch hatte die Kibum – mal abgesehen vom einstigen Maskottchen „Vieh“ – ja schon immer viel zu bieten. Einen nur klitzekleinen Eindruck früherer Bildsprachen geben vielleicht die Veranstaltungs- und Ausstellungsplakate der Vorjahre. Auch das aktuelle Kibum-Messeplakat steht denen in nichts nach – es ist eine Illustration von Kinderbuch-„Legende“ Jozef Wilkon (87), der selbst auch bei einigen Lesungen vor Ort sein wird.

Alles ist durchorganisiert, Eventualitäten können im Notfall von B-Plänen abgefedert werden. Beginnt nun die stressfreie Zeit für Peters und Kollegen? Von wegen. Obwohl die 43. Kibum noch gar nicht begonnen hat, wird parallel schon die 44. in den Fokus genommen. Aber das ist eine ganz andere Geschichte ...

Marc Geschonke
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2107

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