Oldenburg - „Der Bürgerverein Donnerschwee ist keineswegs grundsätzlich gegen ein Fußballstadion nahe der Weser-Ems-Halle, trotz aller Belastungen, die dann auf den Stadtteil zukommen würden.“ In einer Zuschrift an unsere Redaktion äußert sich Schriftführer Werner Spaeth zu der erneut aufkommenden Diskussion.

 

GRÜNE UND SPD GESPRÄCHSBEREIT Diskussion um Stadion-Neubau in Oldenburg flammt neu auf

Thomas Husmann
Oldenburg

Die Bedenken des Bürgervereins gingen vielmehr in eine andere Richtung: „Laut der Machbarkeitsstudie, die von der Stadt eingeholt wurde, liegt der Finanzbedarf bei über 30 Millionen Euro“, heiß es weiter.

Und: „Der VfB, als künftiger Aufsteiger und Nutzer angedacht, hat uns seinerseits angegeben, dass ein solcher, den Bestimmungen der Fußballverbände entsprechender Platz nur für die Ligaspiele, also wohl weniger als 20 pro Jahr, nutzbar wäre. Training oder auch denkbare Konzerte würden den Rasen zu sehr strapazieren. Für andere Sportarten ist die Anlage von vornherein nicht ausgelegt und geeignet. Der VfB ist seinerseits nicht in der Lage, die nötigen Kosten zu tragen. Die Frage nach längerem Verbleib in den oberen Liegen, die solche Stadien verlangen, wollen wir gar nicht erst stellen.“

Meinung
Eher trostlos: Das Marschweg-Stadion befindet sich direkt an der Autobahn.

NWZ-KOMMENTAR ZU EINEM STADIONNEUBAU FÜR DEN VFB OLDENBURG Perspektive bieten

Einsatz von 30 Millionen Euro aus überwiegend öffentlicher Hand für einige Fußballspiele auf diesem edlen Grund, mögliche Kostenerhöhungen noch nicht berücksichtigt – „allein aus diesen Gründen lehnt der Bürgerverein Donnerschwee ein solches Stadion vehement ab“, so Spaeth. „Sinnvoller wäre es, ähnliche Werte in den Schul- und Breitensport zu stecken.“