Oldenburg - Die Arbeitsgemeinschaft Stadtoldenburger Bürgervereine unterstützt die Planung der Stadt für den Bau eines neuen Flötenteichbades. Im Widerspruch zu Karin Gramberg und Alste Hinrichs die die Online-Petition „Seid dabei: Rettet unser Freibad am Flötenteich“ für einen Bürgerentscheid gestartet haben, sieht die Astob das ganzjährig geöffnete Bad als Bereicherung für den Stadtnorden an.
Hallenbad ein Gewinn
Die Bürgervereine des Stadtnordens, Donnerschwee, Etzhorn, Nadorst, Ofenerdiek und Ohmstede seien vor ungefähr drei Jahren vom Stadtsportbund über die Umbaupläne informiert worden. Die Argumente des Stadtsportbundes insbesondere für die Errichtung eines Hallenbades, erschienen den Bürgervereinen schlüssig, teilt Astob-Vorsitzender Harald Götting mit. Hierbei habe die Förderung des Vereins- und des Schulsportes eine besondere Rolle gespielt. Vor dem Hintergrund zurückgehender Zahlen von Kindern, die Schwimmen können, sei ein verbessertes Bäderangebot eine Grundvoraussetzung, an diesem Zustand etwas zu ändern. Durch die Corona-Pandemie sei dies noch dringlicher geworden.
Götting: „Wir erkennen die Bedenken der Initiatoren der Petition durchaus an, dass das finanzielle Risiko des Umbaus in der jetzigen Situation sehr groß geworden ist. Die Stadt Oldenburg bleibt daher aufgefordert, die Ausgaben für dieses Bad sehr wohl mit anderen, als notwendig erachteten Investitionen sorgfältig gegeneinander abzuwägen. Wir sind jedoch der Meinung, dass dabei dem Flötenteichbad eine hohe Priorität zukommen muss.“
Norden unterversorgt
Dies gelte auch deshalb, weil der Stadtnorden in Bezug auf die Bädersituation gegenüber anderen Stadtteilen unterversorgt ist und die Stadtteilbäder in Eversten und Kreyenbrück renoviert und erhalten bleiben müssen. Ein weiterer Punkt, den die Unterstützer der Petition zu Recht bedenken, sei die künftige Preisgestaltung. Das alte Flötenteichbad habe sich durch eine besonders günstige Tarifgestaltung ausgezeichnet. Bei der Neugestaltung sei eine Preiserhöhung zu befürchten.
