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„Pfefferprinz“ in Oldenburg Im Impfcafé gibt es erst den Piks, dann einen Berliner

Chelsy Haß
Zwischen einem Becher Kaffee und netten Gesprächen wird im „Pfefferprinz“ in Oldenburg geimpft.

Zwischen einem Becher Kaffee und netten Gesprächen wird im „Pfefferprinz“ in Oldenburg geimpft.

Oldenburg - An den Tischen im „Pfefferprinz“ sitzen Menschen. Sie trinken Kaffee oder Tee, plaudern ein wenig und lassen sich die Berliner schmecken, die extra für sie frisch gebacken wurden. Fast wirkt es so, als wäre das Restaurant im Famila-Center in Wechloy schon eröffnet. „Leider noch nicht“, stellt Geschäftsführer Shahin Farzin klar. Stattdessen wird hier ab sofort geimpft. 300 bis 400 Auffrischungsimpfungen können täglich verabreicht werden. „Heute haben wir noch ein paar kleinere Anlaufschwierigkeiten. Aber alles in allem läuft es doch ganz gut. Ich hätte mit so viel positiver Resonanz gar nicht gerechnet“, sagt Shahin Farzin.

Zeit sinnvoll nutzen

Durch Lieferschwierigkeiten und weitere coronabedingte Verzögerungen musste das Restaurant, das eigentlich schon im Oktober öffnen sollte, bisher geschlossen bleiben. Doch ein Großteil der Einrichtung steht. „Deshalb wollte ich die Zwischenzeit sinnvoll nutzen und etwas Gutes tun“, erklärt er. An diesem Montag, 27. Dezember, hatte der „Pfefferprinz“ daher erstmals für die Impfaktion geöffnet.

Dabei ist der Ablauf denkbar einfach: Vor dem Eingang werden die Impflinge getestet. Ein Vorgehen, das sich bereits am Eröffnungstag gelohnt hat, wie Shahin Farzin sagt: „Wir hatten heute ein positives Testergebnis. Auf der einen Seite ist das natürlich nicht schön. Auf der anderen Seite bedeutet das, dass wir hier sehr sicher sind und sich die Vorsichtsmaßnahme auszahlt.“ Wer noch auf sein Testergebnis oder das ärztliche Aufklärungsgespräch wartet, der kann es sich im „Pfefferprinz“ gemütlich machen. Dann geht es in eine von zwei Impfkabinen, in denen das medizinische Personal wartet, um die Impfung zu verabreichen. Im Anschluss warten auf die Impflinge ein warmes Getränk und ein Berliner.

Positives Erlebnis

„Das ist ja schon fast Luxus“, sagt ein junges Paar nach ihrer Impfung. „Alles hat gut funktioniert und dass wir nach der Impfung noch einen Berliner und etwas zu Trinken bekommen, ist echt schön“, sind sich beide einig.

Corona-Impfungen in Oldenburg

IMPFPUNKTE DER STADT GEÖFFNET Hier kann man sich in Oldenburg rund um den Jahreswechsel ohne Termin impfen lassen

Oldenburg

Ähnlich empfinden das auch Marvin Wichmann und Julia Schmidt. Im Internet hatten die Oldenburger von der Idee des Impf-Cafés gelesen und sich direkt einen Termin vereinbart. „Das Warten auf den Corona-Test war das, was am längsten gedauert hat“, sagt Marvin Wichmann. „Aber im Endeffekt sitzen wir hier ganz entspannt“, ergänzt Julia Schmidt. Um sich „boostern“ zu lassen, war Yvonne Cordes am Montag extra aus Huntlosen gekommen. „Ich habe mir gedacht, dass es ganz ideal ist, sich zwischen den Jahren impfen zu lassen“, sagt sie.

Bereiten alles für die Impfaktion vor: (von links) Sarah Farzin, Dr. Ingo Sickelmann und Ines Iwan.

AUFFRISCHUNGSIMPFUNGEN IN OLDENBURG „Pfefferprinz“ in Wechloy wird zum Impf-Café

Chelsy Haß
Oldenburg

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Die medizinische Leitung im Impf-Café hat Dr. Ingo Sickelmann, niedergelassener Hals-Nasen-Ohren-Arzt in Oldenburg, übernommen. Unterstützung bekommt er von einer Handvoll Assistenzärzten, die die Aufklärungsgespräche übernehmen. Verimpft werden die Vakzine von Biontech/Pfizer und Moderna. Impfen lassen können sich alle, deren zweite Impfung mindestens drei Monate zurückliegt. Beim „Pfefferprinz“ wird auch in den kommenden Tagen noch weiter geimpft. Mittwoch, Donnerstag und Freitag ist das Impf-Café jeweils von 9 bis 21 Uhr geöffnet. Ab dem 2. Januar soll es weitergehen. „Dafür werden wir noch weitere Termine freischalten“, erklärt der Geschäftsführer. Ende Januar will er sein Restaurant dann endlich eröffnen. Auch dann soll es noch weitere Impf-Aktionen geben.

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