OLDENBURG - Über 2000 Jugendliche demonstrieren am Dienstag, 31. Mai, in einem Sternmarsch für Respekt im Netz und gegen so genanntes Cyber-Mobbing. „Wir wollen als Schüler ein Zeichen setzen“, sagte der Vorsitzende des Stadtschülerrats und Schülersprecher der Liebfrauenschule Jakob Korenke (17) am Mittwoch.

Veranstaltet wird die Demonstration vom Stadtschülerrat zum Deutschen Präventionstag, der vom Präventionsrat als Bundeskongress am 31. Mai erstmalig in Oldenburg organisiert wird. An der Kundgebung für fairen Internet-Umgang nehmen Schüler aller Schulformen teil.

Auf die Frage, ob das Internet-Mobbing zugenommen hat, sagt Korenke: „Handlungsbedarf besteht auf jeden Fall.“ Sicher sei, dass künftig „alle Jugendlichen das Internet an jedem Ort zur Verfügung haben – damit werden sich die Probleme intensivieren“. Im Visier stehen neben dem Bloßstellen und Beleidigen auch das Anfertigen und Veröffentlichen von Film- und Videomaterial aus der Schule.

Auch für die Polizei, die den Sternmarsch als Versammlung bei der Stadt angemeldet hat und die Aktion unterstützt, ist Handeln geboten. Rolf Kramer, Leiter des Jugend-Kommissariats: „Mobbing im Internet und den sozialen Netzwerken ist ein Thema, das uns stark beschäftigt – mit Straftatbeständen wie Verleumdung, Bedrohung und Nötigung.“

Gestartet wird gegen 9.30 Uhr von vier Punkten zur Weser-Ems-Halle: vom Schulzentrum Alexanderstraße, GAG/Damm, Hochheider Weg und PFL. Der Weg dauert eine Stunde. Neben einer Kundgebung soll am Ziel mit mindestens 1000 Jugendlichen auch der Schriftzug „Respekt im Netz“ gebildet werden.

Karsten Röhr
Karsten Röhr Redaktion Oldenburg