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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Design: Aus alten Lederstiefeln wird eine Tasche

08.03.2018

Oldenburg Upcycling ist derzeit schwer angesagt, und kein noch so alter Gebrauchsgegenstand scheint sicher vor der Restaurierung und Wiederbelebung. Vieles wird schöner, vor allem, wenn man kreativ herangeht.

In der Design-Werkstatt der Oldenburger Kunstschule entstehen ganz eigene, modische Kleidungsstücke und Accessoires. Dort entwirft und näht die junge Designerin Anastasia Lotikova, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Mode mit nachhaltigem Ansatz zu verkaufen.

Denn sie verarbeitet nicht neue Industriestoffe und Lederstücke, sondern haucht Resten aus der Modewelt, getragenen Lederschuhen und Lederjacken ein zweites, stylishes Leben ein. Taschen aus alten Lederstiefeln, Mäntel aus einzelnen Jeansstoffresten und Schmuck aus kleinsten Lederstücken – ihre Entwürfe hat sie im Rahmen der Vorstellung der Design-Werkstatt in den Schlosshöfen präsentiert.

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Entstanden ist das Konzept des Ateliers auf Initiative von Deliane Rohlfs, Geschäftsführerin der Oldenburger Kunstschule. Seit der Gründung der Kunstschule hat sie immer wieder Formate neu entwickelt und auf den Weg gebracht.

Im Jahr 2016 startete das von Spenden getragene Programm „Artist in Residence“. Es bietet jungen Künstlern die Möglichkeit, ihre kreativen Tätigkeiten ohne unmittelbaren Einsatz eigener finanzieller Mittel zu verwirklichen. Modedesignerin Anastasia Lotikova, Gewinnerin des Euro Fashion Awards 2016 und des Creative Awards 2017, ist die erste Stipendiatin des Programms in Oldenburg.

In der Design-Werkstatt fertigt sie nun unter ihrem Label „Lotikova“ Mode nach ihren Vorstellungen. Aufgegriffen wird damit nicht nur den Trend der Nachhaltigkeit, das Projekt leistet auch einen Beitrag zur innerstädtischen Attraktivität. „Ateliers dieser Art sind viel schöner als leere Ladengeschäfte“, erläutert Sibylle Thalmann-Haffter, neue Vorsitzende der Oldenburger Kunstschule.

Die Räumlichkeiten dafür haben die Kreativen von der Bremer Landesbank zur Verfügung gestellt bekommen. „Arbeit mit schlechtem Gewissen kam für mich nicht in Frage“, sagt Lotikova, die Integriertes Design an der Hochschule für Künste in Bremen studiert hat. Sie hat erlebt, unter welch schlechten Bedingungen vor allem in Südostasien Kleidung produziert wird, dass Kollektionen in immer schnelleren Zyklen hergestellt werden und wie stark der Preisdruck inzwischen ist.

Im Rahmen des Programms folgt sie nun ihrem eigenen Anspruch nach transparenter Arbeit. Ihre Kunden wissen, wo gefertigt wird, woher die Stoffe kommen und um welche Stoffe es sich handelt – zumal auch jeder selbst mitgebrachte getragene Jacken, Schuhe und weiteres bei der Designerin in Modisches verwandeln lassen kann und damit ein Unikat mit Geschichte erwirbt.

Oliver Schulz Leitender Redakteur / Redaktion Kultur/Medien
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