Oldenburg - Wer zwar Lasten oder sperrige Gegenstände transportieren, aber dafür kein eigenes Rad anschaffen möchte, könnte mit einem Kompakt-Rad gut bedient sein. Das Ahooga Modular, das ich seit wenigen Tagen fahren, wirbt mit geringem Gewicht und flexiblen Nutzungsmöglichkeiten. Körbe, geschlossene Kästen, Kindersitze und Satteltaschen lassen sich auf die Gepäckträger vorne und hinten aufbauen. Wer nichts dergleichen braucht, hat ein wendiges Fahrrad für die Stadt oder den Ausflug ins Grüne.

Der belgische Hersteller scheint in Deutschland wenig bekannt zu sein, wie fragende Blicke auch im Fachhandel zeigen. Auf der Homepage finde ich lediglich zwei Modelle: ein Faltrad und eben das „Modular“, beide unter der Überschrift „Superleichte E-Bikes“.

Auf den ersten Blick fallen das schicke Design und die reduzierte Gestaltung angenehm ins Auge. Wer das Rad platzsparend abstellen oder transportieren möchte, wird den Lenker mit Schnellspannverschluss lieben: Im Handumdrehen lässt er sich längs zum Rahmen drehen – und die Pedale ohne Werkzeug aufsetzen und abbauen. Praktisch. Der leichte Akku (250 Watt) ist – anders als bei E-Bikes, die ich sonst kenne – leichtgängig ein- und auszubauen. Bei voller Unterstützung reicht eine Ladung weniger als 50 Kilometer, was bei Stadtfahrten meiner Meinung nach kein Problem ist. Der agile Hinterradantrieb bringt das Rad schnell auf Touren.

Weniger gut komme ich mit dem Bordcomputer klar. Für mich ist das Display zu klein, um beim Fahren die Antriebsstufe und andere Parameter ablesen zu können. Auch die Tasten dürften mich eine Nummer größer sein, obwohl ich keine Pranken habe. Die Möglichkeit, den Bordcomputer über eine App mit meinem Smartphone zu verbinden, finde ich im Prinzip interessant. Einen Nutzen im Alltag habe ich aber für mich noch nicht richtig gefunden.

Nicht verstehen kann ich, warum das Rad kein festmontiertes Licht hat. Die Klipp-Lichter vorne und hinten sind zwar hell. Aber unter einer stabilen Beleuchtung stelle ich mir etwas anderes vor.

Mit Einkäufen werde ich erst nächste Woche fahren, wenn die Aufbauten zum Lastentransport angekommen sind. Aber das schicke Design und der flotte Antrieb machen mir Lust, mich auch für Stadtfahrten ohne Transporte in den Sattel zu schwingen.

Christoph Kiefer
Christoph Kiefer Reportage-Redaktion (Chefreporter)