Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Hotspots im Test So gut ist das öffentliche WLan in Oldenburg

Was kann das städtische OL-WLAN? Das soll der Praxis-Test zeigen.

Was kann das städtische OL-WLAN? Das soll der Praxis-Test zeigen.

Oldenburg - Der Stresstest findet auf dem voll besetzten Platz beim Alten Rathaus statt: Wie schnell ist das öffentliche WLAN der Stadt Oldenburg zur besten Ausgehzeit am frühen Abend?

Der Videotest soll es zeigen. Sucht man auf Youtube nach Oldenburg, taucht ein knapp dreiminütiges Video auf: Eine Satiresendung kürt die hässlichste Stadt Deutschlands. Doch nicht die Huntestadt? Das Interesse ist geweckt – und das WLAN spielt mit. Das Video lädt sofort.

Standorte

Seit einigen Jahren bietet die Stadt WLAN-Hotspots an, in die sich Smartphone-Besitzer kostenlos und zeitlich unbegrenzt einwählen können. Doch wie stabil ist die Verbindung und wo gibt es Lücken? Wir haben das Angebot getestet. Los geht es am Lappan. Es ist einer der stark besuchten Orte, an denen das OL-WLAN verfügbar ist.

Dazu kommen der Schlossplatz, das Alte Rathaus, das Kulturzentrum PFL und der Pferdemarkt. Neu dabei ist das Klinikum Oldenburg, das mit der Stadt kooperiert. Auch die VWG beteiligt sich mit ihren Bussen an dem Angebot. Laut Stadtsprecher Stephan Onnen lässt sich das OL-WLAN außerdem in städtischen Gebäuden wie Bibliotheken oder im Bürgeramt nutzen.

Einwahl

Die Einwahl ist denkbar einfach. Das Smartphone zeigt das OL-WLAN unter den verfügbaren Netzen an. Wählt man es aus, wird man auf die Startseite weitergeleitet.

Mit nur einem Klick können die Nutzungsbedingungen akzeptiert werden, weitere Eingaben sind nicht notwendig. Innerhalb von Sekunden baut sich die Verbindung auf. Ob das am Alten Rathaus genauso gut klappt wie am Lappan?

Abdeckung

Der Navigationsdienst zeigt die Route schonmal ohne Probleme an. Doch mit jedem Schritt in diese Richtung wird das WLAN-Signal schwächer. Kurz nach dem Herbartgang ist die Verbindung dann weg.

WLAN-Empfang in der Oldenburger Innenstadt: Auch der Einzelhandel bietet offene Netze an.

WLAN IN OLDENBURG Stadt plant weitere freie Hotspots

Svenja Fleig
Oldenburg

Onnen erklärt auf Nachfrage, weshalb die Stadt kein flächendeckendes WLAN in der Innenstadt anbietet. Er führt dafür infrastrukturelle Gründe an und verweist darauf, dass es sich bei OL-WLAN um einen zusätzlichen und freiwilligen Service der Stadt handele. Eine weitgehende Abdeckung werde angestrebt, indem wichtige Punkte in der Innenstadt mit WLAN versorgt werden, die nur fünf Gehminuten auseinander liegen. Laut dem Stadtsprecher tragen außerdem private Anbieter und der Verein Freifunk Nordwest zu einer weiteren Verdichtung bei. Tatsächlich kann man sich mit nur einem Klick in das Netz eines Modehauses einwählen, obwohl es gerade schließt. Gleiches gilt ein paar Hundert Meter weiter für das Freifunk-Angebot. Allerdings müssen die Netze ebenfalls erst wieder gesucht, ausgewählt und bestätigt werden.

Sicherheit

Am Alten Rathausplatz angekommen, verbindet sich das Handy wieder automatisch mit dem OL-WLAN. Nun also der Videotest in dem gut besuchten Bereich, in dem viele Menschen auf ihrem Handy herumtippen. Ob die Verbindung dem standhält? Mehr als 11.000 Nutzer haben sich bisher in dem städtischen Netz registriert, teilt Onnen mit: „Das kostenfreie städtische WLAN-Angebot hat sich bewährt“. Damit es nicht missbraucht wird, sind die Hotspots mit Filtern ausgestattet. Pornografische und gewaltverherrlichende Seiten sind beispielsweise gesperrt. Über die vertraglichen Vereinbarungen mit der EWE als Betreiberin ist laut Onnen auch der Datenschutz geregelt.

Dennoch rät die Verbraucherzentrale zur Vorsicht. Es empfiehlt sich in öffentlich zugänglichen WLAN-Netzen nicht, Bezahlvorgänge abzuwickeln oder etwa vertrauliche Firmenmails zu versenden.

Doch zurück zum Video. Nach drei ruckelfreien Minuten gibt es die Entwarnung: Oldenburg ist nicht einmal unter den nominierten Städten. Und ein weiterer Ausbau der städtischen WLAN-Hotspots ist obendrauf noch geplant.

Svenja Fleig
Svenja Fleig Thementeam Wirtschaft
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden
Mit Video
Nach der Sprengung inspizierten Midgard-Beschäftigte die Überreste der Verladebrücke.

KRANSPRENGUNG IN NORDENHAM Koloss aus Stahl fällt in 15 Sekunden zusammen

Norbert Hartfil
Nordenham