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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Oldenburg in Sachen Vielfalt weit vor Osnabrück

30.06.2018

Oldenburg Der Diversity-Tag rückt näher, und die Initiative für eine tolerante und wertschätzende Unternehmenskultur findet in Oldenburg immer mehr Zuspruch. 55 Unternehmen mit Sitz oder Standort in der Stadt Oldenburg haben die bundesweite Unternehmerinitiative zur Förderung von Vielfalt bisher unterzeichnet. Und wenn alles glatt läuft, kommen am 5. Juni 13 Betriebe hinzu, stellt Jessica Väth vom Fachdienst Personal und Organisation der Stadt Oldenburg in Aussicht.

Der Zuwachs kann sich sehen lassen, bestätigt der gemeinnützige Verein „Charta der Vielfalt“ in Berlin, der die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in der Arbeitswelt in Deutschland voranbringen will. Die Oldenburger können sich über die hohe Unterzeichner-Quote aber nicht nur freuen, weil sie ein Zeichen ihrer Toleranz und Offenheit ist. Sie liegen damit in der Disziplin Diversity auch klar vor der Stadt Osnabrück, mit der ein immerwährender, fast schon liebevoll gepflegter Wettstreit um die höhere Einwohnerzahl besteht. In Osnabrück haben gerade einmal elf Unternehmen die Charta der Vielfalt unterzeichnet.

Auch im Vergleich zu Bremen stehen die Oldenburger in Sachen Diversity gut da. Dort sind auf der Seite charta-der-vielfalt.de bei rund 670.000 Einwohnern 77 Unterzeichner aufgeführt. Und selbst bei einer Gegenüberstellung mit Berlin, bundesweit wohl der Inbegriff von Weltoffenheit und kultureller Vielfalt, glänzt Oldenburg. In der Hauptstadt kommen auf rund 3,7 Millionen Einwohner 366 Unterzeichner-Betriebe.

Zwar ist die Einwohnerzahl nicht die ideale Bezugsgröße für eine Einordnung der Vielfaltsbestrebungen in der Arbeitswelt. Aussagekräftiger wäre die Zahl der Beschäftigten, die in den beteiligten Betrieben arbeiten. Die Daten machen aber allemal deutlich, wie gut Oldenburg in Sachen Diversity dasteht.

Darum geht es in der „Charta der Vielfalt“

Der Verein Charta der Vielfalt e.V. tritt als Unternehmensinitiative seit 2010 dafür ein, Diversity Management fest in der deutschen Wirtschaft zu verankern. Rund 2800 Unternehmen und Institutionen mit insgesamt 9,4 Millionen Beschäftigten haben die Selbstverpflichtung bereits unterzeichnet und tragen dazu bei, Vielfalt in Deutschland gezielt zu fördern. Schirmherrin ist Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Kern der Charta: Alle Mitar­beiterinnen und Mitarbeiter sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität.

Den 5. Oldenburger Diversity-Tag, bei dem die Charta im festlichen Rahmen unterzeichnet wird, veranstaltet die Stadt Oldenburg gemeinsam mit der Oldenburgischen Landesbank, dem Völklinger Kreis, dem CSD Nordwest e.V. und dem Bündnis „Oldenburg will Inklusion!“ am Dienstag, 5. Juni. Beginn ist um 17 Uhr bei der OLB in der Gottorp-straße 23-27. Die Räumlichkeiten sind barrierefrei. Die Veranstaltung ist kostenlos. Um Anmeldung wird bis zum 16. Mai gebeten unter Telefon  235-44 44 oder online unter www.oldenburg.de/ anmeldung-diversity

    www.charta-der-vielfalt.de

    www.oldenburg.de/diversity

Einer der Neu-Unterzeichner ist die Handwerkskammer (HWK) Oldenburg. Heiko Henke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Oldenburg, betont, dass Vielfalt ein zentraler Bestandteil im Selbstverständnis der Handwerkerinnen und Handwerker sei. Mit dem Slogan „Bei uns zählt nicht, wo man herkommt. Sondern wo man hin will“ werbe die Kammer nicht nur um Nachwuchs, sondern zeige auch Haltung. Das Handwerk sei mit seinen 130 Berufen der vielfältigste Wirtschaftszweig in Deutschland – und unterstütze deshalb sehr gerne die „Charta der Vielfalt“.

Auch die Citipost Nordwest aus der Unternehmensgruppe um die Nordwest-Zeitung hat sich jüngst der Charta angeschlossen. Geschäftsführer Jan Fitzner stellt fest: „Die Wertschätzung eines jeden Einzelnen unabhängig seiner Herkunft, Weltanschauung, Alter oder Geschlechts ist bei uns seit jeher selbstverständlich.“ Mit der Unterzeichnung stehe das Unternehmen öffentlich und verbindlich dafür nach innen und außen ein.

Wer sich in den Reigen der Unterzeichner-Betriebe einreihen möchte, kann auf der Seite charta-der-vielfalt.de das ganze Jahr über die Registrierung vornehmen. Dafür wird eine Verwaltungspauschale von 100 Euro zuzüglich €Mehrwertsteuer fällig. Gemeinnützige Einrichtungen sind von dieser Pauschale befreit. Soll die Charta-Urkunde noch zum diesjährigen Diversity-Tag am 5. Juni vorliegen, wird die Zeit knapp. Hier empfiehlt sich eine Rücksprache mit den Verantwortlichen in Berlin unter Telefon 030/84 71 20 82.

Die Veranstalter des Diversity-Tages freuen sich aber über alle Interessierten, die am 5. Juni beim Austausch über ein vorurteilsfreies Miteinander mitmachen.

Irmela Herold Redakteurin / Online-Redaktion
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