Oldenburg - Mancher fährt vielleicht achtlos dran vorbei, am weißen Gebäude der „OSG Neue Medien“ an der Donnerschweer Straße, unweit der BFE. Aber hier lohnt ein genauerer Blick. Die Lösungen der Softwarentwickler, die 2004 starteten, sind schon bei mehr als 1500 Unternehmen und Verbänden in Deutschland und Europa im Einsatz: Onlinesoftware-Produkte und Web-Dienstleistungen vor allem für den B2B-, aber auch für den B2C-Bereich. Dazu gehören Shopsoftware zum Aufbau der eigenen digitalen Filiale, die Erstellung elektronischer Kataloge und ein digitales Beschaffungssystem.
Kleine und große Partner
Mit ihren E-Commerce-Lösungen arbeiten die Oldenburger intensiv zum Beispiel für die E/D/E (Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler GmbH), Europas größten Einkaufs- und Marketingverbund im Produktionsverbindungshandel mit fast 1200 mittelständischen Handelsunternehmen aus den Bereichen Werkzeuge, Maschinen und Betriebseinrichtungen, Baubeschläge und Bauelemente, Sanitär und Heizung, Stahl und Befestigungstechnik, Arbeitsschutz und vieles mehr. Das 1931 gegründete Wuppertaler Familienunternehmen ist in 26 Ländern Europas aktiv und im Heimatmarkt Deutschland fest verwurzelt.
Ihre Erfolge im E-Commerce hat die Softwareentwickler der Oldenburger OSG auch für andere interessant gemacht. Und so ist mit dem Abschied von Mitgründer und Gesellschafter Hermann Schröder dort zeitgleich die GWS Gesellschaft für Warenwirtschaftssysteme (Münster) als Mehrheitsgesellschafter eingestiegen. Der geschäftsführende Gesellschafter und Mitgründer Frank Beitelmann sagt: „Wir freuen uns, mit der GWS Synergieeffekte bei Entwicklung und Vertrieb von leistungsfähigen Shoplösungen für den Handel zu erzielen, um die wachsenden Potenziale im E-Commerce weiter zu erschließen. Mit der GWS haben wir einen idealen Partner gefunden, um uns und unsere Handelslösung OSG Trade noch besser aufzustellen.“ Händler und Industrie könnten so „noch zukunftsorientierter für ihren digitalen Handel beraten und ausgestattet werden“.
„Bestes aus zwei Welten“
Die Anforderungen an moderne Shoplösungen stiegen „rasant“, so Beitelmann. Hohe Integrationsfähigkeit sowie individuelle Konfigurationstools und Automatisierungen würden immer wichtiger. Die Perspektive: „Gemeinsam mit der GWS entwickeln wir
uns zu einem noch stärkeren Akteur auf dem Markt für Beschaffungsplattformen im B2B-Umfeld“, so Beitelmann. Gemeinsam biete man das nötige KnowHow, die Entwicklungsressourcen und die Vertriebskanäle, „um die wachsende Nachfrage optimal bedienen zu können“.
Für Udo Lorenz, Geschäftsführer der GWS, sind „digitale Beschaffungsplattformen die Zukunft des B2B-Handels“. Die Nachfrage nach entsprechenden E-Commerce-Lösungen habe „infolge der Corona-Krise zuletzt deutlich zugelegt“. Beide Unternehmen passten ideal zusammen und würden sich hervorragend ergänzen. Lorenz: „Mit der aus dieser Symbiose entstehenden Kraft können wir das Beste aus zwei Welten anbieten und unsere Kunden beim Erreichen ihrer digitalen Ziele noch besser unterstützen.“ Die gesamte Belegschaft der OSG Neue Medien bleibe vollständig an Bord.
