Oldenburg - Die Zahl der Elektro-Autos in Oldenburg ist zwar weiterhin überschaubar. Doch die Zulassungszahlen steigen langsam aber sicher. Doch ist Oldenburg auf die Nachfrage nach Ladepunkten gut vorbereitet? Nein, meint die CDU-Ratsfraktion - und fordert Nachbesserungen.

Zu diesem Zweck beantragt sie unter anderem für den nächsten Verkehrsausschuss (19. April), dass die Zahl der öffentlichen Ladesäulen im Stadtgebiet proportional zur Zulassung von Elektro- und Hybridfahrzeugen in Oldenburg erhöht wird. Eine Aufgabe, die sie nicht bei der Privatwirtschaft, sondern bei der Stadt sieht.

„Zum 1. Januar 2021 waren nach Angaben der Stadtverwaltung in Oldenburg 650 rein batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge zugelassen“, so der Fraktionsvorsitzende Olaf Klaukien in einer Mitteilung. Hinzu kämen 711-Plug-In-Hybridfahrzeuge. Damit liege die Zahl zwar insgesamt nur bei knapp über einem Prozent der zugelassenen Fahrzeuge. Im Vergleich zum Vorjahres-Stichtag habe sie sich aber nahezu verdoppelt.

Inzwischen sei auch die Zahl der Ladestationen seit 2017 auf 35 erhöht worden. Die Ladevorgänge im selben Zeitraum hätten sich aber vervielfacht. Im Vergleich zu anderen Städten sehen die Oldenburger Christdemokraten daher Nachholbedarf. „In Groningen zum Beispiel sollen in den kommenden Jahren weitere 350 Ladestationen entstehen“, merkte Klaukien an. Auch die Stadt Osnabrück habe ihre Ladekapazität in den Vorjahren deutlich erweitert.

„Die Infrastruktur in Oldenburg hält mit der Entwicklung im Bereich Elektromobilität hingegen nicht mehr Schritt“, ergänzte der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion, Manfred Drieling. Es liege auf der Hand, dass sich die Oldenburger eher für den Kauf eines Elektrofahrzeugs entschieden, wenn genügend öffentliche Stationen zum Aufladen des Energiespeichers zur Verfügung stünden. In dieser Hinsicht müsse Oldenburg aufholen, forderte Manfred Drieling: „Denn mit Ökostrom betriebene Elektrofahrzeuge leisten einen wichtigen Beitrag zu einer klimafreundlichen Mobilität.“