OLDENBURG - Feine Tage in Berlin – mit Lindenberg-Musical, Schiffstour, Führung durchs Bundeskanzleramt und Ehrung im Schloss Charlottenburg: Der Oldenburger Egon Hillen (70) ist gerade von einer schönen, kleinen Reise zurückgekehrt. „Verdient“ hat er sie sich mit seinem jahrzehntelangen Einsatz für Menschen in Not – als regelmäßiger Blutspender. 155 Mal hat Hillen inzwischen auf klassische Weise Blut gespendet. Hillen war für die Feierstunde vorgeschlagen worden. In Berlin war er einer von 65 Blutspendern und ehrenamtlichen Helfern aus ganz Deutschland, die beim Weltblutspendertag geehrt wurden. Die Urkunde mit Anstecknadel überreichten ihm die Vizepräsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg und die Fernsehmoderatorin Carmen Nebel – „die liebe Deern“, sagt Hillen.
Als 19-Jähriger, vor 51 Jahren, hatte Egon Hillen zum ersten Mal Blut gespendet, als er Anfang der 60er in den Oldenburger Vespa-Club ging. Er ist dabei geblieben – bis heute. „Ich fühle mich nach jeder Blutspende sauwohl und werde das weitermachen“, sagte er am Freitag. „Es ist mir einfach immer gut bekommen, und außerdem fühle ich mich verpflichtet. Ich kann ja auch mal einen Unfall haben und Blut brauchen.“ Am 5. Juli ist er das nächste Mal dabei, in der Grundschule Bümmerstede.
Die Altersgrenze hat das DRK für alle, die fit sind, aufgehoben – und das ist Egon Hillen. Der Oldenburger, der 40 Jahre als Maurer-Polier bei Martin Oetken beschäftigt war und heute die Gebäude von Johannes Oetken betreut, hat am Pfingstsonntag seinen ersten Fallschirmsprung gemacht, als Tandemsprung. Er sagt: „1000 Meter im freien Fall, das war wunderbar, das mache ich wieder.“ Die nötige Gelassenheit holt sich Hillen in seinem großen Garten in Krusenbusch – „mit Zwerghühnern und Muckis“.
