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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Einschränkungen Wegen Corona: Schule, Freizeit, Sport – nichts geht mehr in Oldenburg

14.03.2020

Oldenburg Was passiert mit meinen Kindern, wenn ich arbeite? Die Nachricht treibt Eltern um. Denn es ist klar: Die nächsten Wochen schließen Kita und Schule. Doch die Maßnahmen, um das Corona-Virus einzudämmen, sind noch weitreichender: Von Finanzamt bis OTB, von Sportstätte bis Verschenkemarkt – derzeit werden alle Angebote heruntergefahren.

Eltern

Über die Sozialen Medien haben wir einen Aufruf gestartet, dass Eltern ihre Erfahrungen und Fragen kommentieren können. Daran haben sich zahlreiche Elternteile beteiligt. So wie Lena-Nicole Smolengo, die sagt: „Ich arbeite in der Pflege und bin froh, dass mein Mann Home-Office machen kann.“

Doch so viel Glück hat nicht jeder, wie sich am Beispiel von Ina Quebbemann zeigt: „Wir haben drei Kinder im Krippen, Kindergarten und Schulalter. Wir haben niemanden, wo wir drei Kinder, zum Teil kleine Kinder, mal eben vier Wochen hinbringen können. Oma und Opa sind berufstätig. Wir wissen nicht, was wir nun machen sollen.“ Eine Lösung sieht Tanja Broß im gesellschaftlichen Zusammenhalt: „Nun sind wir Eltern untereinander gefragt. Einfach jedem gegenseitig ein wenig helfen“, lautet ihr Vorschlag.

Bürgertelefon

Wegen der vielen Fragen aus der Bevölkerung zum Thema Coronavirus richtet die Stadt Oldenburg ein Bürgertelefon ein, das auch am Wochenende für Auskünfte zur Verfügung steht. Das Bürgertelefon im Service-Center der Stadt ist unter der Nummer 0441/235-4550 samstags und sonntags jeweils von 9 bis 16 Uhr sowie von montags bis freitags in der Zeit von 7 bis 18 Uhr erreichbar.

Arbeitgeber

Nicht nur Eltern, auch Arbeitgeber stehen vor einer Herausforderung. Ein Ansatz ist es, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Arbeit zuhause zu ermöglichen. Dr. Anette Koch-Wegener vom Chemieunternehmen Büfa erklärt: „Selbstverständlich bieten wir die Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten, wo es geht und sinnvoll ist. Dazu haben wir bereits im Vorfeld die technischen Voraussetzungen geprüft. Wir unterstützen betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und schauen, welche weiteren Optionen wir bieten können.“

Ähnlich äußert sich Gunnar Meister, OOWV-Pressesprecher: „Beim OOWV besteht die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten. Diese Option bieten wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern jetzt verstärkt an. Dort, wo Tätigkeiten von zu Hause aus erledigt werden können, kann dies stärker genutzt werden.“ Gleiches äußert EWE-Pressesprecher Christian Bartsch über das Home-Office: „Wir haben zur Reduzierung sozialer Kontakte unsere Mitarbeiter dazu aufgefordert, diese Möglichkeit in den kommenden Wochen deutlich intensiver zu nutzen.“ Die LzO will sich ihren Mitarbeitern gegenüber flexibel zeigen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Bereits jetzt gibt es die Möglichkeit variabler Arbeitszeit oder des unbezahlten Urlaubs. Auch das Home-Office steht einigen Mitarbeitern zur Verfügung.

Ganz so einfach haben es die Kliniken nicht. Sie sind auf das Personal vor Ort angewiesen. Für Eltern, die im medizinischen Bereich arbeiten, ist eine Kindernotbetreuung vorgesehen. Daher sagt Bertine Pienkos vom Pius-Hospital: „Unsere Beschäftigten können ihre Kinder in Notgruppen unterbringen lassen. Zeitgleich arbeiten wir an einem eigenen Angebot, das aber zurzeit noch organisiert wird.“ Ähnlich behandelt es auch das Klinikum, wie Sprecherin Barbara Delvalle sagt: „Sollten die Notgruppe nicht ausreichen, wird das Klinikum intern Lösungen finden“. Wie diese aussehen könnten, ist offen.

Bei der Volksbank Oldenburg habe man ohnehin für viele Möglichkeiten die technischen Voraussetzungen geschaffen, um von zu Hause arbeiten zu können, sagt Vorstand Matthias Osterhues. Was die Schul- und Kitaschließungen für die Bank bedeuten, werde sich in der kommenden Woche zeigen. „Wir müssen überlegen, ob wir die Möglichkeit schaffen, dass die Mitarbeiter ihre Kinder zur Arbeit mitbringen.“

Schwimmbad

Analog zur Schließung der städtischen Einrichtungen bleiben auch die Stadtteilbäder und das Olantis-Huntebad inklusive Sauna und Wellnessbereich bis zum 19. April zu.

Geschlossen

Im gleichen Zeitraum wie die Schulschließungen wird die Nutzung der städtischen Sportstätten ausgesetzt. Das heißt, bis 19. April kann kein Trainings- und Spielbetrieb stattfinden. Die Schließung bis einschließlich 19. April gilt ebenso für städtische Museen, Musikschule, Freizeitstätten und Einrichtungen der Gemeinwesenarbeit sowie für die Stadtteilbibliotheken. Die Stadtbibliothek im PFL bleibt vorerst geöffnet. Auch das Schlaue Haus schließt bis 19. April. Die Finanzämter sind ab Montag, 16. März, für den Publikumsverkehr geschlossen. Auch das Finanzamt schließt seine Infothek ab Montag.

Des weiteren stellt der Verschenkemarkt seinen Betrieb ein. Der Bürgerfelder Turnerbund und Oldenburger Turnerbund stellen ab sofort ihre Vereinsangebote vollständig ein. Einzig die Physiotherapie des BTB bleibt vorerst für Einzelbehandlungen geöffnet. Der Trainings- und Spielbetrieb der Hundsmühler TV ruht bis 19. April. Der Verein Backyard schließt seine Skatehalle an der Alexanderstraße. Auch der für 21. und 22. März geplante internationale BMX-Freestyle Contest fällt aus.

Friedhofshallen

Die städtischen Friedhofshallen wurden gesperrt. Nach Angaben von Bestattern sind Beerdigungen auf Stadt-Friedhöfen möglich, allerdings stehen die Hallen für Trauerfeiern nicht zur Verfügung.

Einkaufs-Service

Die CDU Oldenburg bietet einen Einkaufs-Service für Senioren an. Ehrenamtliche helfen, dass der Einkauf mit vielen Kontakten vermieden wird. Interessenten wenden sich an CDU-Chef Christoph Baak, Telefon   0170 4872444.

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