Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

International beachtete Forschung aus Oldenburg Unimedizin zeichnet Nachwuchswissenschaftler aus

Prof. Dr. Klaus Peter Kohse und Dr. Karl Harms vom Vorstand der Freunde und Förderer der Universitätsmedizin (v.l.) zeichneten gemeinsam mit dem Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Hans Gerd Nothwang, (r.), Nachwuchswissenschaftler Daniel Hölle (M.) aus. Prof. Dr. Andrea Hildebrandt nahm den Preis stellvertretend für Juan Felipe Quiñones Sánchez entgegen.

Prof. Dr. Klaus Peter Kohse und Dr. Karl Harms vom Vorstand der Freunde und Förderer der Universitätsmedizin (v.l.) zeichneten gemeinsam mit dem Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Hans Gerd Nothwang, (r.), Nachwuchswissenschaftler Daniel Hölle (M.) aus. Prof. Dr. Andrea Hildebrandt nahm den Preis stellvertretend für Juan Felipe Quiñones Sánchez entgegen.

Oldenburg/Emden - Daniel Hölle und Juan Felipe Quiñones Sánchez, Doktoranden der medizinischen Fakultät an der Universität Oldenburg, sind mit dem „Hermine-Heusler-Edenhuizen Preis“ ausgezeichnet worden. Die Medizinische Fakultät und der Verein der Freunde und Förderer der Universitätsmedizin Nordwest würdigen damit Publikationen der beiden Nachwuchswissenschaftler in international angesehenen wissenschaftlichen Zeitschriften.

Forschung außerhalb des Labors

Neuropsychologe Daniel Hölle veröffentlichte im Magazin „Behavior Research Methods“ eine Studie seines Teams, bei der durch Geräusche verursachte Signalübertragungen im Gehirn bewusst nicht unter Laborbedingungen, sondern im Alltag der Probanden aufgezeichnet wurden. Ein Smartphone erzeugte akustische Signale und zeichnete die dadurch verursachten elektrophysiologischen Aktivitäten des Gehirns über Sensoren am Ohr der Probanden auf. So gelang es zum ersten Mal, solche Hirnaktivitäten für eine Dauer von sechs Stunden im Alltag zu dokumentieren. Damit zeigen die Wissenschaftler: Neurosensorische Prozesse im Gehirn sind auch außerhalb des Labors erforschbar. Hölle hat die Forschungsarbeit als Mitglied der Arbeitsgruppe „Neurophysiologie des Alltags“ von Dr. Martin Bleichner verfasst, die im Rahmen des renommierten Emmy-Noether-Programms der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird.

Gesichter erkennen – wie geht das?

Der ebenfalls ausgezeichnete Neuropsychologe Juan Felipe Quiñones Sánchez beschreibt im Fachmagazin „NeuroImage“, dass die Fähigkeit, Gesichter zu erkennen, sowohl von der genetischen Veranlagung als auch von Umwelteinflüssen abhängt. Zu diesem Ergebnis kamen Quiñones Sánchez und sein Team, nachdem sie bei rund 400 Zwillingen mit Hilfe spezieller MRT-Gehirnscans die Fasern von Nervenbahnen der sogenannten Weißen Substanz untersucht hatten, die für die Gesichtserkennung verantwortlich sind. Juan Felipe Quiñones Sánchez arbeitet und forscht in der Abteilung Psychologische Methodenlehre und Statistik unter der Leitung von Prof. Dr. Andrea Hildebrandt.

Preis nach Frauenärztin benannt

Der vom Verein Freunde und Förderer der Universitätsmedizin Nordwest gestiftete „Hermine-Heusler-Edenhuizen-Preis“ ist nach der ersten in Deutschland niedergelassenen Frauenärztin (1872-1955) benannt und wird einmal pro Semester verliehen. Die Tochter eines Landarztes wuchs in Pewsum bei Emden auf und gehörte zu den wenigen Frauen, die im Kaiserreich ihr Abitur erwarben. Gegen viele Widerstände studierte sie Medizin und ließ 1909 zunächst in Köln und später in Berlin nieder. Auf Vorschlag der Forschungskommission entscheidet die Medizinische Fakultät gemeinsam mit dem Verein über die Vergabe. Angesichts der hohen Qualität beider Arbeiten wurden ausnahmsweise zwei Preisträger vorgeschlagen.

Christoph Kiefer
Christoph Kiefer Reportage-Redaktion (Chefreporter)
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
So sieht einer der zehn neuen Operationssäle im Evangelischen Krankenhaus Oldenburg aus.

EVANGELISCHES KRANKENHAUS OLDENBURG Mehr Operationen, Jobs und Patienten – EV nimmt zehn neue Operationssäle in Betrieb

Anja Biewald
Oldenburg
Spannender Lesestoff auf über 50 Seiten: Die erste Ausgabe des neuen Magazins „Tatort Nordwesten“ ist ab sofort erhältlich. Als ePaper kostet das Magazin 5,90 Euro.

TRUE-CRIME-HEFT „Tatort Nordwesten“ als Magazin ab sofort im Shop und ab Montag in den Geschäftsstellen erhältlich

Nicolas Reimer
Im Nordwesten
Podcast
Verlässt im Sommer den VfB: Marcel Appiah

NEUE FOLGE NORDWESTKURVE Warum der VfB Oldenburg seine Verjüngungskur vorantreibt

Lars Blancke Sarom Siebenhaar
Oldenburg
Haben das Demokratiefest am 11. Mai in Schortens aus Sicherheitsgründen abgesagt: die Veranstalter (von links) Detlef Kasig, Axel Homfeldt und Wolfgang Ottens.

SICHERHEITSGRÜNDE Veranstalter sagen Fest für Demokratie in Schortens ab

Jever
Da hofften sie noch auf ein buntes Familienfest (von links): die Initiatoren von „Rock durch die Mitte“ Detlef Kasig (SPD), Axel Homfeldt (CDU) und Wolfgang Ottens (Grüne).

DEMOKRATIE-FEST IN SCHORTENS ABGESAGT Initiatoren sehen Sicherheit am 11. Mai gefährdet

Jeversches Wochenblatt
Schortens