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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Ex-Chefarzt Raab unterliegt vor Gericht

21.09.2018

Oldenburg Ex-Chefarzt Prof. Dr. Hans-Rudolf Raab darf nicht ins Klinikum Oldenburg zurückkehren. Das Arbeitsgericht Oldenburg hat am Donnerstag einen Antrag Raabs abgewiesen, den im März 2017 mit dem Klinikum vereinbarten Aufhebungsvertrag für ungültig zu erklären.

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Raab war im Februar 2017 von Klinikvorstand Dr. Dirk Tenzer beurlaubt worden, nachdem ein Oberarzt schwere Vorwürfe gegen den Chefarzt erhoben hatte. Innerhalb von 30 Minuten habe er ohne Angabe von Gründen das Krankenhaus verlassen müssen, so schilderte Raab selbst die Vorgänge. Anschließend habe für ihn ein Hausverbot gegolten. Am 14. März einigten sich beide Parteien dann auf einen Aufhebungsvertrag, Raab bezog noch bis Ende des Jahres sein Gehalt. Vertraglich vereinbarte man Stillschweigen. Nur einen Tag später, am 15. März, erstattete das Klinikum Strafanzeige gegen Raab, die Vorwürfe: fehlerhafte Behandlung von Patienten und Abrechnungsbetrug.

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Raab sieht darin eine „arglistige Täuschung“, Ende Dezember 2017 focht er den Aufhebungsvertrag an. Er forderte Gehaltsnachzahlung ab Januar 2018 und Schadenersatz.

Richter Dr. Donat Wege beurteilte das anders: Das Klinikum habe weder im Aufhebungsvertrag noch in sonstiger Hinsicht erklärt, auf eine Strafanzeige zu verzichten.

Der Vorwurf der fehlerhaften Behandlung ist inzwischen ausgeräumt, die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren eingestellt. Die Ermittlungen wegen Abrechnungsbetrugs laufen noch. Raab selbst sieht sich rehabilitiert, bei einer Pressekonferenz Ende August kündigte er an, unbedingt zurückkehren zu wollen.

Raab erklärte im Anschluss an den Arbeitsgerichtstermin: „Selbstverständlich werden wir in Berufung gehen.“


Lesen Sie alle Texte zu den Vorgängen im Klinikum:   www.nwzonline.de/klinikum-oldenburg 
Karsten Krogmann Redakteur / Reportage-Redaktion
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