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1,9 Millionen Euro für Attraktivität Schlittschuh-Fläche kommt auf Oldenburger Julius-Mosen-Platz

Eislaufen – wenn auch auf Kunststoffplatten – soll ab dem 19. Januar auf dem Julius-Mosen-Platz möglich sein.

Eislaufen – wenn auch auf Kunststoffplatten – soll ab dem 19. Januar auf dem Julius-Mosen-Platz möglich sein.

dpa

Oldenburg - Ein kleines Wintervergnügen kommt in die Innenstadt: Für die Zeit vom 19. Januar bis 19. März entsteht eine Schlittschuh-Fläche auf dem Julius-Mosen-Platz. Das kündigte Ralph Wilken, der Leiter der Wirtschaftsförderung, am Freitag auf Nachfrage an.

1,9 Millionen fließen

Die Schlittschuh-Fläche gehört zu den Projekten, die die Stadt im Rahmen des Programms „Perspektive Innenstadt“ im Juni beantragt und jetzt genehmigt bekommen hat. Insgesamt 1,9 Millionen Euro fließen aus EU-Fördermitteln über das Land in Projekte, die die Wege, Beleuchtung und Aufenthaltsqualität in der Stadt verbessern sollen – als eine Reaktion auf die Folgen der Corona-Pandemie. Die Eislaufbahn – aus Energie- und Kostengründen aus Kunststoff – schlägt für die zwei Monate mit 99 000 Euro zu Buche. Kunststoff gilt als weniger gleitfähig als Natureis, die von der Oldenburger Agentur Boese Events betriebene Fläche soll aber trotzdem geeignet sein, weitere junge Menschen in die Stadt zu holen.

Eingeworben wurden die Mittel vom Innenstadtmanagement, das Teil der Wirtschaftsförderung ist. Alle Maßnahmen müssen in den nächsten Monaten und spätestens bis Ende August umgesetzt werden.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann sieht die Mittelzusage als „tolle Nachricht für Oldenburg“. Die Entwicklung und Belebung der Innenstadt sei zentraler Bestandteil des Innenstadtmanagements. Durch das Sofortprogramm „Perspektive Innenstadt“ könne den Corona-Folgen in der Innenstadt „noch stärker entgegengewirkt werden“. Die Förderquote beträgt 90 Prozent, zehn Prozent der förderfähigen Kosten müssen über Eigenmittel finanziert werden.

Rathausmarkt und       Spielplätze

Zu den geförderten Projekten gehören auch die Veränderung der Beleuchtung auf dem Rathausmarkt und die Installation von Sitzbänken an der Mauer zur Lambertikirche. Die Lampen aus den 80er-Jahren werden abgebaut und durch stromsparende Lampen in einem neuen Design ersetzt. Für die Lambertikirche ist eine Illumination durch aktuelle Technik geplant. Außerdem soll ähnlich wie schon am Rathaus ein weiterer Teil des Pflasters – wohl vor der Nord/LB (BLB) – geschnitten und neu verlegt werden, um die Begehbarkeit zu verbessern. Insgesamt 490 000 stehen für die Verbesserung des Rathausmarkts bereit.

Genehmigt wurden auch 75 000 Euro für mobile Container-Spielplätze in der Innenstadt. Standort für die Container, die aufklappbar sind, um die Spielgeräte zu entnehmen, sollen Schlossplatz, Pistolenstraße und Nikolaiviertel sein.

Pulverturm und       Stadtgärten

Auch der Pulverturm soll schöner in Szene gesetzt und der Platz davor gestaltet werden. 91 000 Euro stehen dafür zur Verfügung. Das dort geplante Tastmodell der Innenstadt auf einer Bronzetafel muss die Stadt allerdings selbst finanzieren. Weitere 130 000 Euro fließen in Sensoren zur Frequenzmessung und für Wetterdaten, die über digitale Tafeln am Rathaus und am Lappan auch sichtbar gemacht werden sollen. Außerdem kann das geplante Häusing-Projekt in der Haarenstraße umgesetzt werden – mit einer künstlerischen Gestaltung der Zwischenräume zwischen den alten Giebelhäusern. Dafür fließen 90 000 Euro. Weitere 184 000 Euro sind für die Neukonzeption der Oldenburger Stadtgärten 2023 vorgesehen. Und 134 000 können in eine Studie zur Energieversorgung der Fußgängerzone investiert werden. Die Förderung des „Winterzauber“-Weihnachtsmarkts auf dem Waffenplatz, dessen Lichtinstallation in den Platanen dauerhaft sein soll, wird mit 80 000 Euro veranschlagt.

Ralph Wilken sagte am Freitag: „Die Herausforderung für uns ist, dass das alles spätestens bis zum 30. Juni, mit möglicher Nachfrist bis Ende August, umgesetzt sein muss. In jedem Fall sind diese Punkte geeignet, um die Rahmenbedingungen zu verbessern, die Stadt interessant zu machen und die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Eine Stadt muss leben und für die äußere Gestaltung können wir als Stadt dazu etwas leisten.“

Der Innenstadtmanager Steffen Trawinski hat zu den Maßnahmen ein Video gedreht – es ist zu sehen unter

Karsten Röhr
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