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150 Unterschriften an EWE übergeben Oldenburger wehren sich gegen geplante Abholzungen

Kreyenbrück - Die Fronten sind nicht verhärtet, die Beteiligten sind um eine einvernehmlich Lösung bemüht: 150 Unterschriften hat eine Bürgerinitiative zum Erhalt des Grünstreifens zwischen Bahnhofsallee und Sperberweg an Volker Diebels, Pressesprecher EWE Netz, überreicht.

Wurzeln nagen an Leitung

Wie berichtet, plant die EWE dort Bäume und Büsche zu roden, deren Wurzeln die Ummantelung einer großen Gasversorgungsleitung zerstören. Es besteht zudem die Gefahr, dass das unter der Leitung hindurchgewachsene Wurzelgeflecht bei Sturm und umstürzenden Bäumen die unter hohem Druck stehende Leitung zerstört. Die Stadtverwaltung hat unterdessen ein Verfahren zur Unterschutzstellung des Biotops gestoppt.

Nach Angaben von Diebels ist die Erdgashochdrucktrasse für die Versorgung der südlichen Stadtteile von großer Bedeutung. Diebels: „Sie verläuft vom Sperberweg nach Westen in Richtung Achterdiek/Südmoslesfehn und nach Osten in Richtung Tweelbäke/Neuenwege.“

Ins Verteilnetz

Über Gasdruckregelanlagen, die Knotenpunkte, gelangt das Erdgas aus der Hochdrucktrasse ins Verteilnetz und versorgt die einzelnen Haushalte. Die EWE nehme die Anliegen der Anwohner sehr ernst und prüfe die Optionen. Man sei zuversichtlich, gemeinsam mit der Stadt nach zehn Jahren eine Lösung zu finden. „Damals haben wir das erste Mal einen Rückschnitt beantragt“, sagt Diebels. Er tritt damit Äußerungen entgegen, die EWE habe sich über die Jahrzehnte hinweg nicht um den Bewuchs über der Gasleitung gekümmert. „Die Herausforderung liegt darin, Umweltschutz, Gefahrenabwehr und Versorgungssicherheit in Einklang zu bringen“, so Diebels.

Schreiben des Jägermeisters

Kreyenbrück

Die Verlegung der Leitung zur parallel verlaufenden Klingenbergstraße würde wohl einen zweistelligen Millionenbetrag kosten, schätzt der Sprecher der Bürgerinitiative, Michael Kodde, die Chancen für eine Realisierung als unrealistisch ein. Das Unternehmen habe über 40 Jahre hinweg allerdings die Unterhaltungs- und Pflegekosten eingespart und könne das Geld in eine die Umwelt schonende Lösung investieren, meint er.

Das Thema beschäftigt auch die Politik: Die SPD-Fraktion im Stadtrat hat sich gegen die Rodung von Flächen über der EWE-Gasleitung am Sperberweg in Kreyenbrück ausgesprochen. „Das Wäldchen ist im Laufe der Zeit nicht nur zum Rückzugsort der Tierwelt geworden, sondern hat darüber hinaus einen hohen Wert als Naherholungsgebiet im Stadtsüden erlangt“, erklärte Jens Freymuth, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Süd und stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Das Thema „Gashochdruckleitung- Freischnitt Sperberweg/ NSG Verschiebebahnhof Krusenbusch“ soll in der Sitzung des Ausschusses für Stadtgrün, Umwelt und Klima am 11. Februar behandelt werden. Auch der Naturschutzbund will den Kahlschlag am Sperberweg in Kreyenbrück verhindern. Ziel ist es, dass die EWE von einem Vertreter die dort geplanten Maßnahmen begründen lässt und insbesondere Alternativen für eine mögliche andere Leitungsführung vorstellt, so Rolf Grösch, beratendes Mitglied für den Nabu im Umweltausschuss.

Thomas Husmann
Thomas Husmann Redaktion Oldenburg
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