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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

1300 Teilnehmer demonstrieren für Verkehrswende

08.09.2019

Oldenburg Mit dem Rad haben am Samstag 1300 Teilnehmer für eine klima- und umweltfreundliche Verkehrspolitik in Oldenburg demonstriert. Die rund 13 Kilometer lange Tour führte vom Bahnhof um die Innenstadt herum über die Donnerschweer Straße zur Nordtangente, wo die Teilnehmer auf die autobahnähnlich ausgebaute Landesstraße auffuhren und sie an der Anschlussstelle Nadorst wieder verließen – für alle ein großes Erlebnis.

Ausgerechnet die Landesstraße 865: Ältere Oldenburger werden sich erinnern, dass in den 80er-Jahren der Protest von vielen Menschen den Bau der Straße durch die Bornhorster Wiesen verhindert hat. Die Landesstraße endet deshalb heute an der Autobahn 29 – Bornhorst und das Naturschutzgebiet blieben verschont.

Fast 40 Jahre später gehen wieder viele Umwelt- und Naturschützer auf die Straße, diesmal um unter dem Motto „Mobilität für alle – raus aus der Autofalle“ für ein Umdenken in der Verkehrspolitik zu demonstrieren. Maritta (61) und Konrad (63) sind mit ihren Rädern aus Petersfehn gekommen. Zuhause steht auch ein Auto vor der Haustür, aber das lassen sie so oft wie möglich stehen und fahren lieber mit dem Rad. Den Radfahrern müsse mehr Raum auf den Straßen eingeräumt werden, weniger Autos auf den Straßen wären ein erster Lösungsansatz für die Verkehrsproblematik, finden sie. Ricarda (22) und Pia (22) finden es cool, über eine vierspurige autobahnähnlich ausgebaute Straße zu fahren. Bei den Inliner-Touren sind sie häufig dabei und wünschen sich mehr und vor allem gut ausgebaute Radwege. Oldenburg soll fahrradfreundlicher werden, fordern Anne und Arne, die mit ihren beiden Kindern dabei sind. Dafür müssten die Radwege umgestaltet werden. Autos verbreiten Stress, meinen sie und fordern außerdem den Ausbau des ÖPNV.

Runter von der L 865 ging es nach zwei Kilometern an der Anschlussstelle Nadorst und von dort zum P+R-Parkplatz Eversten zu einer Zwischenkundgebung. Die Demonstration endete auf dem Gelände des Wochenmarktes am Pferdemarkt.

Zwischenfälle gab es nicht. Die Ausfahrt mit Teilnehmern aus allen gesellschaftlichen Schichten und Generationen verlief in fröhlicher, freundschaftlicher, familiärer Stimmung. Die Organisatoren aus den Bereichen Umwelt und Verkehr (Greenpeace, Verkehrswandel Oldenburg, VCD, Fridays for Future, Klimakollektiv Oldenbura, Critical Mass, Robin Wood) waren von der großen Zahl der Teilnehmer überwältigt – sie hatten mit 500 gerechnet, es kamen fast dreimal so viele.

„Der Verkehr ist für 18 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland verantwortlich. Als Antwort auf die Realität der Klimakrise brauchen wir einen Ausstieg aus dem Zeitalter des Autos. Wir sehen Oldenburg in der Pflicht, seinen Teil zur Verhinderung der Klimakatastrophe beizutragen. Indem wir auf dem Autobahnring demonstrieren, holen wir uns ein Stück Lebensqualität zurück“, so Lara König, eine der Organisatorinnen. Wiebke Hendeß, Behindertenberaterin beim Studentenwerk, lobte die schon vorhandenen Fahrradstraßen und rollstuhlgerechten Busse, machte aber auch klar, dass insbesondere mobilitätsbehinderte Menschen Stadt immer noch viel zu wenig Platz hätten.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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