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Lernen in Oldenburg Familienbande und Freundeskreise

Familientradition beim Vornamen und Beruf: Theodor Schmidt, Theodor Schmidt und Theodor Schmidt (von links oder von rechts)

Familientradition beim Vornamen und Beruf: Theodor Schmidt, Theodor Schmidt und Theodor Schmidt (von links oder von rechts)

Oldenburg - Dass „#Meistergeschichten“ nicht nur Oldenburgerinnen betreffen, zeigen zwei weitere Beispiele, die die Handwerkskammer Oldenburg bei ihrer Suche nach Alternativen zu einer großen Meisterfeier ans Tageslicht befördert hat. Auch aus entfernten Ecken streben Menschen zur Weiterbildung nach Oldenburg – und liefern nebenbei Geschichten.

Theodor hoch 3

Von Schmallenberg im Hochsauerlandkreis nach Oldenburg zur Elektro-Meisterschule: Diesen Weg sind Theodor Schmidt (Jahrgang 1932), Theodor Schmidt (1965) und Theodor Schmidt (1997) gegangen. „Das BFE ist eine sehr hochwertige Schule. Hier ist viel Fachwissen auf einem Fleck vorhanden“, sagt der 24-jährige Theodor Schmidt, der nicht nur den Vornamen als Familientradition fortführt. „Bei uns wurde schon immer viel Wert auf Qualität gelegt. Genauigkeit gehört zum Meistertitel dazu.“ Auch die Selbstständigkeit ist bei den Schmidts zu Hause. Der Uropa hat 1932 begonnen. Er hieß mit Vornamen Theodor.

Die Oldenburger Institution startete am 17. Juni 1947 den ersten Meisterkurs. Mittlerweile heißt die Meisterschule für das Elektro-Handwerk „Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik“ und bietet als Alleinstellungsmerkmal alle fünf Meistersparten an.

In Schmallenberg ist heute Papa Theodor der Chef eines Betriebs mit Ladengeschäft und zehn Mitarbeitern. 2018 nahm er seinen Sohn zu einem BFE-Klassentreffen mit. Dass „zufällig“ Stadtfest-Wochenende in Oldenburg war, spielte der Anziehungskraft des „Elektro-Hotspots“ in die Karten.

„Mittlerweile ist mein Opa verstorben, aber seinen großen Wunsch, dass ich meinen Meistertitel erhalte, den hat er noch erlebt“, berichtet der Enkel. Der dritte „BFE-Theodor aus Schmallenberg“ möchte den Betrieb einmal übernehmen.

Drei Freunde

Ein Freund ist immer da, wenn es brenzlig wird. Wohl dem, der in der Meistervorbereitung gleich zwei davon hat! Das können Jonas von Thaden, Ole Stürcken und Lucas Tredup jeweils unterschreiben. Seit dem zweiten Ausbildungsjahr sind die Zimmerer von Cuxhaven und Otterndorf immer zur Berufsschule nach Stade gefahren. Erst mit Bus und Zug; später mit dem Auto. „Wir kamen aus drei verschiedenen Betrieben, waren damals schon die ‚Cuxi-Clique‘“, berichtet Lucas Tredup. Auf den Meistertitel hat Ole Stürcken zuerst geschielt. „Er hat die Anmeldebögen für Jonas und mich einfach mitgebracht“, schmunzelt Lucas Tredup. Die drei haben sich gegenseitig motiviert, aufgebaut und geholfen. Zuerst im Internat des BBZ und wegen der Corona-Schließung wurde kurzerhand ein Ferienhaus in der Gemeinde Hatten angemietet.

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