Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop Hilfe & Tipps

Forderungen Von „fridays For Future“ In Oldenburg Nur sehr kleine Schritte auf dem Weg zum Klimaschutz

Oldenburg - Fast vier Stunden hat sich der Umweltausschuss am Donnerstagabend mit dem Leitantrag „Ein zukunftsfähiges Oldenburg – Ansätze für wirksamen Klima- und Umweltschutz auf lokaler Ebene“ beschäftigt. Herausgekommen ist dabei zunächst wenig.

Lesen Sie auch : „Fridays for Future“ fordert kostenlosen ÖPNV in Oldenburg

Beschlossen wurden so genannte „Pocket Parks“, also kleine Grünanlagen, die beispielsweise in Baulücken angelegt werden könnten. Zudem sollen mehr Bäume in der Stadt in einem Aufforstungsprogramm gepflanzt werden. Insgesamt wurden neun Maßnahmen – aus dem Verkehrsbereich (fünf) und Baubereich (vier) – in die September-Sitzungen der zuständigen Ausschüsse verwiesen. Fünf Maßnahmen, die im Zuständigkeitsbereich des Umweltausschusses liegen, wurden ebenfalls in den September vertagt. So bilanzierten die Antragsteller:

Was sagen „Fossil free“ und „Fridays for Future“ zum Verlauf der Sitzung?

Es ist verständlich, dass einige Maßnahmen im Verkehrs- und Baubereich in die zuständigen Ausschüsse vertagt worden sind. Doch grundsätzlich sind wir als FFF ganz schön frustriert und unzufrieden mit dem generellen Verlauf nach den Arbeitsgemeinschaften und mit den Beschlüssen, die im Umweltausschuss getroffen worden sind. Für die Vertagung von Anträgen, die teils jetzt sogar schon eine Mehrheit gehabt hätten, haben wir gar kein Verständnis. Es scheint uns wie ein unnötiges Herauszögern einer Entscheidung und war unserer Meinung nach nicht der Sinn der Arbeitsgemeinschaften und scheint uns verantwortungslos der Dringlichkeit der Klimakrise gegenüber.

Was ist besonders ärgerlich?

Maßnahmen, die eine relevante CO2-Einsparung versprechen, wurden leider immer noch nicht auf den Weg gebracht. Zur Debatte standen zum Beispiel ein besserer Schutz der Moorböden und eine Erhöhung der städtischen Parkplatzgebühren, um eine Lenkungswirkung („Push-and-Pull“) zu entfalten.

Wie sehen die Forderungen aus?

Viviane Michaelis (Fridays for Future, 23): „Wir haben den Eindruck, dass einige Fraktionen immer noch nicht verstanden haben, was hier für die Menschheit auf dem Spiel steht. Jede Kommune muss ihren Beitrag leisten, um die Erde bewohnbar zu halten. Dabei haben wir keine Zeit, uns in parteipolitischen Scharmützeln zu verlieren. Wir sind enttäuscht von der Mutlosigkeit von SPD und CDU. Wenn in diesem Tempo weitergemacht wird, liegt Oldenburg eher unter dem Meeresspiegel, als dass eine wirklich wirksame Klimaschutzmaßnahme umgesetzt wird.“

Wie soll es nun weitergehen?

Leonie Mazalla (29, Fossil Free): „Wir hoffen, dass die bisher noch nicht bearbeiteten Themenbereiche aus dem Leitantrag, vor allem die für kommunalen Klimaschutz sehr relevanten Bereiche Energie und Bauen, nach der Sommerpause zügig und mutiger angegangen werden.“

Thomas Husmann
Thomas Husmann Redaktion Oldenburg
Meistgelesen

VERKEHR IN OLDENBURG UND AMMERLAND Bloherfelder Kreisel wird drei Wochen für den Kfz-Verkehr gesperrt

FEHLENDE ALTERNATIVEN? AfD-Landesverband bezieht in Brettorf Geschäftsstelle zwischen Schweinestall und Kegelbahn

BESONDERE BERUFE Tatortreinigung – Westerstederinnen machen dort sauber, wo andere nicht mehr können

POLIZEIEINSATZ IN JEVER Streit unter Müttern an Grundschule eskaliert – Kind bekommt Faustschlag ab

VORFAHRT MISSACHTET Schwerer Verkehrsunfall in Friedeburg – 16-Jähriger schwer verletzt

Themen
Meistgelesene Artikel
Artikelempfehlungen der Redaktion
Aus dem St.-Johannes-Hospital Varel könnte langrfristig ein Gesundheitszentrum werden.

GESUNDHEITSVERSORGUNG IN FRIESLAND Kreistag ebnet Weg für Gesundheitszentrum in Varel

Kolumne
Vegetarischer und veganer Fleischersatz im Supermarktregal: Das Europäische Parlament will Bezeichnungen wie „Veggie-Burger“ oder „Soja-Schnitzel“ verbieten. (Symbolbild)

„DARÜBER MÜSSEN WIR NOCHMAL REDEN“ Veggie-Wurst ist aus – Die Europäische Union wird ihrem Ruf gerecht

Kommentar
Die Teewurst in der Tasse und die Maus am Laptop: Die EU-Parlamentarier, die das Verbot von Bezeichnungen wie „Veggie-Burger“ für Verbraucherschutz halten, dürften auch hier Handlungsbedarf sehen.

VERBOT VON „VEGGIE-BURGER“ UND CO Im Namen des Verbraucherschutzes – als Nächstes die Teewurst!

Wahlhelfer zählen die Briefwahlstimmen aus. Rot/Grün in Niedersachsen will die Zahl der Wahlkreise zur Landtagswahl 2027 auf 90 erhöhen. Das hätte massive Folgen.

NEUER ZUSCHNITT DER WAHLKREISE Rot-Grün in Niedersachsen will den Landtag kräftig aufblähen

Mit Bildergalerie und Video
Wenn der Gallimarkt eröffnet wird, strömen die Massen zum Historischen Rathaus. Das war auch an diesem Mittwoch nicht anders. Doch die Markteröffnung 2025 war eine emotionale, denn Trevor Heeks war letztmalig mit dabei.

VOLKSFEST IN LEER Es ist soweit – der Gallimarkt 2025 ist eröffnet

NWZ überträgt am Freitag Amateur-Fußball live aus Emden.

AMATEUR-FUSSBALL SuS Emden gegen TuS Pewsum U23 – verfolgen Sie das Duell im Livestream