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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Forschung: Wohin die Holzplättchen treiben

30.03.2019

Oldenburg Andauernde östliche Winde im Frühjahr vergangenen Jahres haben die Strömung in der Nordsee für gut anderthalb Monate umgekehrt. Das zeigen Forscher der Universität Oldenburg und des Helmholtz-Zentrums Geesthacht um den Ozeanografen Prof. Dr. Emil Stanev in einer aktuellen Studie.

Sie nutzten Daten aus dem Projekt „Makroplastikmüll in der südlichen Nordsee – Quellen, Wege und Vermeidungsstrategien“, an dem auch Laienforscher beteiligt waren: Bewohner der britischen Ostküste hatten die Fundorte von kleinen, im Wasser treibenden Holzplättchen gemeldet, die die Oldenburger Forscher im Februar 2018 vor Borkum und Sylt ins Meer ausgebracht hatten. Anhand weiterer Daten und Modellrechnungen konnten die Wissenschaftler nachvollziehen, dass das Nordseewasser nicht wie üblich gegen den Uhrzeigersinn, sondern in entgegengesetzter Richtung strömte. Die Ergebnisse helfen unter anderem zu verstehen, wie sich Plastikmüll im Meer verteilt. Die Studie ist im Magazin „Continental Shelf Research“ nachzulesen.

Die Strömung in der Nordsee ist von den meist westlichen Winden und den Gezeitenwellen des Atlantiks beeinflusst; letztere dringen aus Westen durch den Ärmelkanal und aus Norden entlang der britischen Ostküste in das flache Meer. In der Folge kreist das Wasser der Nordsee gegen den Uhrzeigersinn. Wirft man etwa auf der Seeseite Borkums eine Flaschenpost ins Meer, würde diese entlang der ostfriesischen und nordfriesischen Inseln nach Osten und nach Norden treiben.

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„Bisher ist nur wenig bekannt darüber, wie extreme Windverhältnisse dieses Strömungsmuster ändern können“, sagt Stanev. Dies sei jedoch wichtig zu wissen, etwa um Vorhersagen zu treffen, wie sich Plastikmüll oder andere Schadstoffe in der Nordsee verteilen.

Die Wege von Plastikmüll im Meer nachzuvollziehen, ist eines der Ziele des vom Niedersächsischen Wissenschaftsministerium geförderten Projekts. Wissenschaftler und Techniker des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität haben dafür spezielle Driftkörper mit Sendern entwickelt. Diese treiben, ähnlich wie der Müll, an der Meeresoberfläche und senden kontinuierlich ihre Position. „So können wir direkt die Oberflächenströmung der Nordsee beobachten und dies mit Modelldaten vergleichen“, sagt Jens Meyerjürgens, der die Drifter mitentwickelt hat.

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