Oldenburg - Wie ein Symbol für die quälend lange Corona-Zwangspause stehen sie da: die Fitnessgeräte des öffentlichen Calisthenics Parks auf dem Uni-Sportgelände in Wechloy: Mit Bändern sind sie abgesperrt, die Querstangen sind abmontiert. Hier geht derzeit nichts. Dasselbe gilt für den Hochschulsport an der Uni Oldenburg.
Wie ist die aktuelle Situation ?
„Zurzeit können wegen der Pandemie und der deshalb geltenden aktuellen Regeln leider keine Präsenzangebote stattfinden“, sagt der stellvertretende Leiter des Hochschulsports, Jens-Olaf Ramke. Alternativen gibt es im Internet. „Der Hochschulsport bietet für die Hochschulangehörigen wöchentlich 16 Online-Kurse an.“
Was passiert bei weiteren Lockerungen ?
„Vor dem Hintergrund der landesweit sinkenden Infektions- und steigenden Impfzahlen plant die Universität aktuell mehr Öffnungen unter Hygienebedingungen. Dies wird sich auch im freizeitsportlichen Bereich niederschlagen“, teilt Uni-Sprecher Volker Sandmann auf Anfrage mit. Dabei gehe es um Angebote wie das Fitness- und Gesundheitszentrum, das Unibad und anderer Sportanlagen. Inwieweit das beliebte Kursangebot des Hochschulsports freigegeben wird, bleibt offen.
Das Unibad ist derzeit geschlossen. Dass es auch über den Sommer nicht für den öffentlichen Betrieb, wohl aber für Kursangebote geöffnet werden kann, davon geht der Hochschulsport derzeit aus. „Wir würden in den zusätzlich nutzbaren Zeiten gerne zusätzliche Kinderschwimmkurse anbieten, um dazu beizutragen, den flächendeckenden Ausfall von Schwimmkursen in der Pandemie in unserer Stadt möglichst bald zu kompensieren“, so der stellvertretende Leiter des Hochschulsports, Jens-Olaf Ramke. Wegen der langen Corona-Schließungen explodiert gerade die Nachfrage nach entsprechenden Angeboten, wie kürzlich das in kurzer Zeit ausgebuchte Kursprogramm des Olantis zeigte.
Auch Intensivkurse mit zwei oder drei Terminen pro Woche seien denkbar, so Ramke. Neben freien Zeiten im Bad benötige man dafür natürlich kompetente Kursleiterinnen und -leiter. „Daran arbeiten wir mit Nachdruck.“
Ramke verweist in dem Zusammenhang darauf, dass die aktuellen Einschränkungen vor allem Forschung, Lehre und Betrieb an der Universität sicherstellen sollen. „Die freizeitsportlichen Angebote des Hochschulsports haben hier – auch aus unserer Sicht – nicht die höchste Priorität.“
Ist schon ein Sportangebot geplant ?
„Präsenzangebote für die zweite Hälfte des Sommersemesters sind vorbereitet und können starten, sobald dies die Regelungen zur Eindämmung der Pandemie wieder erlauben“, sagt Ramke. Entsprechende Konzepte und Anträge seien eingereicht. Voraussetzung für den Hochschulsportbetrieb sei, dass Menschen nicht gefährdet würden. „Zunächst wären das daher Angebote, bei denen die Abstandsregeln eingehalten werden können. Auch Angebote im Freien wären mit entsprechenden Hygienekonzepten umsetzbar.“
Wie schnell kann es wieder losgehen ?
Laut Ramke ist der Hochschulsport sehr kurzfristig in der Lage, wieder durchzustarten. „Wir benötigen etwa drei bis vier Tage Vorlauf, um mit den ersten Kursangeboten starten zu können.“
