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Der NWZ-Wahl-Check Pläne vom neuen Fußballstadion für Oldenburg im Abseits

Das ist der Plan: Dieses Fußballstadion könnte neben den Weser-Ems-Hallen gebaut werden.

Das ist der Plan: Dieses Fußballstadion könnte neben den Weser-Ems-Hallen gebaut werden.

Oldenburg - Das Ergebnis ist eindeutig: Die seit Jahrzehnten diskutierten Pläne, in Oldenburg ein neues Fußballstadion zu bauen, interessieren Bürgerinnen und Bürger zurzeit nur wenig. Das zeigt der Wahl-Check der NWZ, der in der Umfrage zum Themenbereich „Freizeit und Leben“ auch die konkrete Frage gestellt hat: Braucht Oldenburg ein neues Fußballstadion?

„Nein“ oder „Eher nein“: So antworteten – auf die gesamte Stadt Oldenburg bezogen – zweit Drittel der Befragten. Im Detail: 41 Prozent stimmten klar gegen einen Neubau und 26 Prozent waren eher dagegen. Klar für ein neues Stadion sprachen sich 13 Prozent aus, 9 Prozent sagten „eher ja“.

Die Stadtteile

Die Ergebnisse in den einzelnen Stadtteilen zeigen ein gleiches Meinungsbild mit geringfügigen Unterschieden. Die meisten „Neinsager“ (49 Prozent: Nein; 18 Prozent: eher nein) kommen aus Wechloy/Bloherfelde/Haarentor und die wenigsten (35 Prozent: Nein; 26 Prozent: eher nein) aus Kreyenbrück. Die meisten „Jasager“ waren Befragte aus Etzhorn (16 Prozent: Ja; 20 Prozent: eher ja) und die wenigsten die aus dem Ehnern-/Ziegelhofviertel (5 Prozent: Ja; 13 Prozent: eher ja).

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Im Stadtteil Donnerschwee, wo es früher das Stadion des VfB Oldenburg, Ecke Donnerschweer Straße/Wehdestraße, gab (letztes Spiel am 16. Juni 1991), stimmten 43 Prozent der Befragten mit Nein und 26 Prozent mit „Eher nein“. In Eversten, wo der VfB seither im städtischen Marschwegstadion spielt, sind 39 Prozent gegen den Neubau und 30 Prozent eher dagegen. Summa summarum finden 69 Prozent in beiden Stadtteilen ein neues Stadion nicht notwendig.

Die VfB-Spitze

Ganz anderer Meinung war VfB-Vorstandschef Wolfgang Sidka schon, als er von 1989 bis 1993 sehr erfolgreich als Spielertrainer und Trainer beim VfB Oldenburg wirkte – und daran hat sich nichts geändert. „Ich wünsche mir, dass Oldenburg ein Fußballstadion bekommt“, sagte der 66-Jährige im April kurz nach seinem Amtsantritt als VfB-Präsident in einem Gespräch mit der NWZ-Sportredaktion.

Die Studie

Vor vier Jahren wurde eine vom Rat der Stadt Oldenburg in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie zum Bau eines Fußballstadions auf einem städtischen Grundstück an der Maastrichter Straße neben den Weser-Ems-Hallen vorgestellt. Es hätte 10.400 Steh- und Sitzplätze und würde 19 Millionen Euro kosten plus zwölf Millionen für die Herrichtung der Infrastruktur inklusive Bau eines 8,2 Mio. Euro teuren Parkhauses mit 880 Plätzen. Es könnte Abendspiele geben, die am Marschweg durch rechtliche Anlieger-Einsprüche nicht möglich sind. Das Marschwegstadion würde weiter für Schulsport und Leichtathletik-Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

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Susanne Gloger
Oldenburg

Der Spielstand

Seither ist dieser Plan ins Abseits geraten. Wie ist der aktuelle Spielstand? Stadtsprecher Stephan Onnen antwortet: „Die Verwaltung hat ihre Hausaufgaben gemacht und mit Standortanalyse und Machbarkeitsstudie eine Vorlage gegeben, die in den Ergebnissen nach wie vor Gültigkeit besitzt. Der Ball liegt nun weiterhin im Feld der Politik. Das wird also eine Aufgabe für den neuen Rat sein.“ Eine wichtige Rolle komme dem VfB Oldenburg zu: Der habe seit dem Vorliegen der Machbarkeitsstudie eine Fußball GmbH gegründet und sich mittlerweile im Vorstand und in der Geschäftsführung neu aufgestellt. Onnen: „Einem Gespräch mit der neuen Vereinsspitze steht die Verwaltung aufgeschlossen gegenüber.“

Susanne Gloger
Susanne Gloger Redaktion Oldenburg
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