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Von Syke nach Oldenburg gewechselt Andreas Beyer ist neuer Chef im Finanzamt

Schon tief in die Aktenlage eingetaucht – der neue Finanzamtsvorsteher in Oldenburg: Andreas Beyer (54)

Schon tief in die Aktenlage eingetaucht – der neue Finanzamtsvorsteher in Oldenburg: Andreas Beyer (54)

Oldenburg - Am Stubbenweg gibt es einen neuen Chef: Andreas Beyer hat die Leitung des Finanzamts Oldenburg übernommen. Sein Vorgänger German Unland hatte sich zuvor in den Ruhestand verabschiedet.

„Beyer“, sagt Finanzpräsident Dieter Meyer, „bringt alle Voraussetzungen dafür mit, um das Amt zusammen mit allen Beschäftigten engagiert und umsichtig auch durch schwierige Fahrwasser zu lotsen.“ Die Corona-Pandemie und ihre Folgen stellen auch die Finanzbehörden vor neue Herausforderungen.

Chef wohnt in rastede

Nach mehreren Stationen in verschiedenen Finanzämtern hat Andreas Beyer von 2014 bis 2019 das Finanzamt Winsen (Luhe) und danach bis zum Antritt in Oldenburg das Finanzamt Syke geleitet. Der neue Wohnort für den 54-Jährigen, Vater von zwei erwachsenen Kindern, liegt nur ein paar Kilometer nördlich seines neuen Arbeitsplatzes in Rastede.

Begonnen hat Beyer seine Karriere in der Finanzverwaltung schon vor 34 Jahren. Nach dem Abitur und einem Jahr Bundeswehr absolvierte er zunächst ein duales Studium zum Diplom-Finanzwirt, danach studierte er Jura.

Wichtige Themen

In Etzhorn muss er zurzeit den gewohnten Dienstbetrieb des Amtes mit dem nötigen Gesundheitsschutz für die Mitarbeiter verbinden.

Inhaltlich sieht er für seine Amtszeit große Themen in der „fortschreitenden Digitalisierung der Steuerverwaltung, Service und Bürgernähe und Kooperation mit den steuerberatenden Berufen“. Mit Blick auf das Team in Oldenburg sagte Beyer am Donnerstag: „Besonders am Herzen liegt mir die Nachwuchsgewinnung und Nachwuchsförderung, die nicht unter der Coronakrise leiden sollen.“

Zurzeit werden im Finanzamt 30 angehende Finanzbeamte ausgebildet. Sie werden während ihres dreijährigen dualen Studiums bzw. ihrer zweijährigen dualen Ausbildung auf ihren Beruf vorbereitet.

Zwar wurden alle niedersächsischen Finanzämter vor dem Hintergrund der Empfehlungen zur Corona-Bekämpfung vorsorglich für den allgemeinen Publikumsverkehr geschlossen.

Das beschleunigt und verstärkt die Nutzung elektronischer Kommunikation, wie sie sich aber schon vor der Pandemie abgezeichnet habe, sagte Beyer. Derzeit könne am besten über das Online-Portal „Mein Elster“ Kontakt aufgenommen werden – oder per Mail an poststelle@fa-ol.niedersachsen.de beziehungsweise Brief und Fax.

Corona und Steuerung

Mit Sorge betrachtet Beyer die Vielzahl und die Höhe der aufgrund der Coronakrise gestundeten Steuern. Nach aktueller Anweisung des BMF sollen spätestens in der zweiten Jahreshälfte 2021 die rückständigen Beträge über Ratenzahlungsvereinbarungen erheblich reduziert werden.

Nachdem den betroffenen Unternehmen bisher unbürokratisch eine zinslose Stundung gewährt wurde, steht das Finanzamt dann in sehr viel mehr Fällen als sonst vor der großen Herausforderung, einerseits die schutzwürdigen Interessen der Unternehmen zu berücksichtigen und andererseits den Steueranspruch entsprechend dem gesetzlichen Auftrag durchzusetzen.

Finanzamt Oldenburg

Andreas Beyer ist der 14. Vorsteher des Finanzamts Oldenburg. Gegründet wurde es vor101 Jahren am 1. April 1920. Es startete damals mit 27 Beschäftigten. Mittlerweile sind hier 290 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig, die 2020 rund 1,9 Milliarden Euro an Besitz- und Verkehrsteuern erhoben haben.

Sie sind unter anderem für die Bearbeitung von mehr als 68 000 Einkommensteuerfällen (davon 42 000 im Arbeitnehmerbereich) sowie die steuerliche Veranlagung von 3600 Körperschaften und 1400 gemeinnützigen Vereinen zuständig.

Karsten Röhr
Karsten Röhr Redaktion Oldenburg
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