Oldenburg - Der „neue“ Lambertihof nimmt Formen an. Unter der Führung von Hans-Helmut Kutzeer (mdp) als neuem Eigentümer wird die Immobilie am Markt immer weiter aufgewertet.
Das zeigt nicht nur die Gestaltung. Auch im Bereich der Vermietung – und damit der Kundenfrequenz – tut sich seit dem Einzug der NWZ-Geschäftsstelle mit dem Reisebüro Hanseat und den NWZ-Leserreisen vor einem Jahr einiges. Diese neue Dynamik betrifft auch die gastronomische Seite.
Angekündigt war bereits die Frieseneis-Eisdiele im Eingangsbereich. Sie soll Ende des Monats eröffnen. Hergestellt wird das Eis in Greetsiel. Inhaber ist Matthias Möckel, der auch die „Weiße Düne“ und ein „Frieseneis“ auf Norderney betreibt.
Sushi-Restaurant
Und jetzt gibt es auch einen neuen gastronomischen Mieter im Bereich der Rotunde. Links neben der Geschäftsstelle der NWZ wird Hien Tran Duy, der seit Jahren erfolgreich das „Moto Kitchen“ an der Ammerländer Heerstraße betreibt und auch ein Lokal an der Nadorster Straße plant, mit seinen Lambertihof-Geschäftspartnern Philipp Grasl und Jonah Wiggers das neue Sushi-Restaurant „MOskiTO“ eröffnen. Geplant ist der Start für diesen Sommer – zwischen August und September. Susanne Hein hatte zuvor ihr „Café im Lambertihof“ vor allem wegen der Folgen von Corona aufgegeben. Sie betreibt aber weiter ihr „Café Hamburg“ am Eingang des Lambertihofs.
„Wir nehmen hier viel vom ,Moto’ mit“, sagte Philipp Grasl am Montag, „die Qualität des Sushi wird identisch mit dem Moto-Sushi sein“.
Leichte Küche
Zur Küche des „MOskiTO“, das das „MOTO“ im Namen aufnimmt, werden die Ramen-Suppen gehören, die zu den beliebtesten Gerichten der japanischen Küche zählen. Die Küche wird „frisch und leicht sein, auch mit einer vegetarischen Seite“, sagte Jonah Wiggers, der unter anderem acht Jahre im Woyton war. Von Anfang an wird es ein To-Go-Geschäft geben.
Die Rotunde mit dem großen Glasdach wird mitgemietet, einbezogen und gestaltet. „Wir sind auch dazu da, dass hier was passiert“, sagte Grasl. Zusätzlich zu den 60 Innenplätzen entstehen damit weitere 60 Sitzplätze in der Rotunde. In die Mitte kommt ein zwölf Meter langer Tisch, an dem viele Gäste sitzen können. Gestaltet wird das Lokal im Innenraum viel mit geflammtem Stahl und Holz. Philipp Grasl sagt: „Hinten haben wir die Küche, wo alles zubereitet wird, vorne entsteht eine richtig coole Theke, wo die Sushis gerollt werden.“
Hien Tran Duy war mit zwölf Jahren aus Hanoi nach Berlin gekommen, um in Friedrichshain seine Mutter zu besuchen, die als Krankenschwester nach Ostdeutschland gegangen war.
Schon bei der Eröffnung des „Moto Kitchen“ vor sechs Jahren hatte er gesagt: „Eigentlich wollte ich nur zu Besuch nach Deutschland kommen. Aber jetzt sind wir total glücklich hier. Es ist ein superschönes Land, die Menschen sind sehr freundlich. Oldenburg haben wir von Anfang an geliebt.“
