Oldenburg - Nichts ist so beständig wie der Wandel: Das gilt insbesondere für die Gastro-Szene und hier im Speziellen für die Vereinsgaststätte des Oldenburger Yachtclubs auf der Buschhagen-Halbinsel an der Sophie-Schütte-Straße in Osternburg.
Auch auf Nichtmitglieder warten hier ein Biergarten mit großer Terrasse, täglichem Kaffee, Kuchen und saisonal wechselnden Angeboten. Anfang vergangenen Jahres hatte sich Klaus Sünkler (60) dort als Wirt verbabschiedet. Nun kehrte er an die Sophie-Schütte-Straße zurück.
Der Fleischer, der seit 35 Jahren im Geschäft ist und sich in Oldenburg einen guten Namen gemacht hat, wollte sich auf seinen Partyservice an der Dragonerstraße konzentrieren, wo er auch einen gut besuchten Mittagstisch anbietet und Fleischprodukte aus eigener Herstellung verkauft. Doch Corona machte ihm mit dem Ausbau des Partyservices einen dicken Strich durch die Rechnung. Als er davon erfuhr, dass seine Nachfolger, Claas Meyer und Bianca Gehrke, mit ihrer „Eat, Rent & Event Service GmbH“ nicht weitermachen wollten, bewarb sich Sünkler um deren Nachfolge – und bekam den Zuschlag.
Sünkler hat das Mobiliar im wunderschön auf der Halbinsel gelegenen Biergarten erneuert und die Getränkeausgabe zur Selbstabholung abgebaut, ansonsten bleibt alles wie gewohnt. „Die Gerichte sind rustikal“, sagt er. Es gibt Bratkartoffeln mit Krabben, Schnitzel oder Labskaus und Matjes. Größtenteils vorbereitet werden sie in der Sünkler-Zentrale an der Dragonerstraße und zubereitet im Bootshaus mit seiner eher kleinen Küche. Aus den Hähnen fließen König Pilsner und Jever in die Gläser. Mit im Boot ist die Tochter seiner Lebensgefährtin. Die Stammkundschaft ist sofort zurückgekehrt, freut sich der gelernte Fleischer, viele neue Gäste kamen hinzu. Beliebt ist das Bootshaus für Geburtstagsfeste, Familienfeiern und Partys. Die Reservierungsliste ist gut gefüllt, sagt er.
Sünkler selbst will sich nach und nach aus dem Berufsleben zurückziehen. Größere Probleme bereitet ihm sowie der gesamten Branche der Personalmangel. Vor zwei Jahren hatte er aus diesem Grund den Verkauf seiner Fleischerei-Produkte auf den Wochenmärkten aufgeben müssen. So ganz aufhören kann er dann aber, zum Glück, wohl doch nicht.
Moskito startet
Große Fortschritte macht die Baustelle des Sushi-Restaurants „Moskito“ im Lambertihof: „Wir wollen Mitte bis Ende September eröffnen“, kündigte Philipp Grasl am Donnerstag an. In der Rotunde, links neben der Geschäftsstelle der NWZ, wird Hien Tran Duy („Moto Kitchen“) mit seinen Moskito-Partnern Philipp Grasl und Jonah Wiggers das Restaurant eröffnen.
„Tortenprinz“
Eine Patisserie mit Café in der Innenstadt starten möchte der Cloppenburger Konditormeister Alex Stroh, der seine Torten und Törtchen unter dem Namen „Der Tortenprinz“ fertigt. Stroh hat sich bereits das Café Klinge angeschaut, fand die Pacht für die inzwischen verkaufte Immobilie aber zu hoch. Auch die aktuell geschlossene Stadtbäckerei-Filiale im Degodehaus wäre eine gute Adresse gewesen, sagt er, hier habe Stadtbäckerei-Chef Jan Schröder aber bekräftigt, dass er dort weitermachen wolle. Im Vordergrund sollen im „Café Tortenprinz“, sobald es eine Bleibe gefunden hat, französische Mousse-Törtchen mit Fruchtfüllung stehen, dazu Strohs für den persönlichen Anlass des Kunden kunstwerkartig gestaltete Torten.
Sushi Kaiser eröffnet
Das „Sushi Kaiser“ an der nördlichen Heiligengeiststraße hat jetzt komplett eröffnet. Die kleine Sushi-Kette ist in Dortmund beheimatet und hat weitere Filialen in Mönchengladbach, Düsseldorf, Hannover und Bremen.
Rossini ab 28. August
Die Osteria Rossini mit seiner großen Terrasse am Marschweg/Amannstraße soll nach der Außenrenovierung des Hauses ab dem 28. August wieder starten.

