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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Genialer Erfinder und Unternehmer entwickelte Busse an Alexanderstraße

17.03.2021

Oldenburg Theodor Pekol (1888-1958) war ein genialer Erfinder und Busunternehmer. Sein ehemaliger Konstrukteur, Ulrich Cramer, hat seine richtungsweisenden Entwicklungen zusammengefasst:

 Ende der 1930 Jahre: Umstellung der Omnibusse von Benzin- auf Dieselmotoren; Entwicklung von Oberleitungsbussen mit Daimler-Benz und Aufbau des größten deutschen O-Busbetriebes; Bau des ersten Trambusses in Leichtbauweise mit „Aquint-Aufbau“.
 Nach der Vernichtung der Omnibusse durch einen Brand im Jahr 1945, eigener Omnibusbau in Trambauweise und Omnibusanhängerbau in Oldenburg
 1950: Bau des ersten Omnibusses mit den Fahreigenschaften eines PKW, dem P 30. Spätere Lizenz an Niedersächsische Fahrzeugfabrik Josef Graaff in Elze und Orion Werke und Vorbild für den Kässbohrer S 6
 1953: Entwicklung und Bau der „P-Serie“, Omnibusse in Selbsttragender Aluminium- Schalenbauweise mit Einzelradaufhängung und Unterflur-Heckmotor
 Entwicklung eines Halbautomatischen Schaltgetriebes mit Vorwahl für Heckmotoren
 Weiterentwicklung eines 6-Zylinder Dieselmotors zu einem Unterflurmotor
 1955: Entwicklung und Bau des „P 50/55“, eines Omnibusses in Selbsttragender Aluminium-Schalenbauweise (Flugzeug-Konstruktion) mit Einzelradaufhängung und Unterflur-Heckmotor
 Entwicklung der ersten Klimaanlage für Omnibusse (Heizung und Lüftung)
 Entwicklung der ersten Dachentlüftung durch Lüfterklappen entwickelt aus alten Omnibusausstellfensterfrontscheiben. Theodor Pekol hatte erkannt, dass die „Reiseübelkeit“ auch auf die schlechte Luft im Bus zurückzuführen ist. Zudem führte nasse Luft in Omnibussen zum Beschlagen der Scheiben. Ulrich Cramer schreibt: „Theo Pekol ging mit mir ins Ersatzteillager um alte, ausstellbare Frontfensterscheiben von alten Hauben-Omnibussen zu suchen. Diese wurden zum ersten Mal im ,P 50/55’ eingebaut.“
 Neben den erwähnten Lizenzen mit Graaff in Elze, Orion Fahrzeugwerke (ein Exemplar ist im Besitz von Fritz Hakelberg-Pekol) hat Pekol für den Typ „Pekol P“ eine Lizenz mit Kässbohrer in Ulm (Kässbohrer SP (Setra Pekol) und 1959 mit Krupp in Essen abgeschlossen.
  1953 erhielt Theodor Pekol den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland (Steckkreuz). In dem ehemaligen Betriebshof an der Alexanderstraße bestand bis 2009 ein Museum. In Jever existiert ein Theodor-Pekol-Platz, in Oldenburg eine Theodor-Pekol-Straße.

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