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Erinnerungen an schlimme Zeiten auf der Hindenburgschule An anderer Schule erfolgreich Abitur abgelegt

In seinem Arbeitszimmer: Geert Claußen  leitete viele Jahre die Realschule Alexanderstraße.

In seinem Arbeitszimmer: Geert Claußen leitete viele Jahre die Realschule Alexanderstraße.

Oldenburg - Geert Claußen berichtet von seiner Zeit auf der Hindenburgschule. So ging es in den 50er Jahren mit ihm weiter, nachdem er die Schule verlassen musste:

Plötzlich schlechter

Als „Sitzenbleiber“ musste man dann im nächsten zwei Schuljahren die Versetzung schaffen oder das Gymnasium verlassen. Mein Herbstzeugnis zeigte, dass die Versetzung nach KIasse 9 sicher war. In den Hauptfächern hatte ich befriedigende Ergebnisse. In den nächsten Monaten (im April war Versetzungstermin) verschlechterten sich meine Leistungen plötzlich in jenen Fächern, in denen die schriftlichen Leistungen maßgebend waren (Englisch, Deutsch). Zu Weihnachten erhielten meine Eltern einen „Blauen Brief“ mit dem Hinweis, die Versetzung und der damit der Verbleib auf dem Gymnasium seien erheblich gefährdet. Es ist schwierig, für schriftliche Leistungen zu pauken, da auch die Bewertung des Fachlehrers eine wichtige Rolle spielt. Da kann man gegen Windmühlen kämpfen, man verliert, wenn der Gegner – hier der Fachlehrer – es so will.

Geert Claußen: Der nach Einschätzung seiner Lehrer   talentlose Junge wurde später Rektor der Realschule Alexanderstraße. Die Hindenburgschule musste er verlassen.

HINDENBURGSCHULE FÜR MANCHE SCHÜLER EIN ALBTRAUM Deutschlehrer schwärmte von Zeit in Hitlerjugend

Thomas Husmann
Oldenburg

Meine Zensuren im Jahresschlusszeugnis reichten für eine Versetzung nicht aus. Eine Fünf in Englisch bei Herrn L. reichte. Ich musste das Gymnasium mit dem guten Rat an meine Eltern, mich in eine Handwerkslehre zu geben, verlassen. Ebenfalls betroffene Mitschülern wurde von meinen Lehrern der Zugang zur Mittelschule Margaretenstraße eröffnet. Für mich schied dieser Weg „mangels entsprechender Begabung“ aus.

Als Alternative besuchte ich ab 1955 die zweijährige Mittlere Handelsschule an der Ammerländer Heerstraße. Das Schullleben unterschied sich von der Hindenburg-Schule erheblich. Die Berufschullehrer hier waren durch den Umgang mit Lehrlingen und der Berufswelt sehr tolerant. Schule machte Spaß. Ich war bald (Fast-) Klassenbester, schloss die Schule sehr erfolgreich ab, wechselte über in die Wirtschaftsoberschule und machte dort problemlos ein gutes Abitur.

Meinung
 

KOMMENTAR Hinschauen und einschreiten

Es folgten ein Studium an der Pädagogischen Hochschule in Oldenburg, einige Jahre als Lehrer und Schulleiter in Ostfriesland, die Prüfung und Ernennung 1969 zum Realschullehrer in Oldenburg und 1984 mit 36 Jahren zum Rektor der Orientierungsstufe „Auf dem Ehnern“. Von 1983 bis zur Pensionierung war ich dann Realschulrektor der Realschule im Schulzentrum Alexanderstraße in Oldenburg.

Gute Pädagogen Vorbild

Die Hindenburg-Schule, später Herbart-Gymnasium, habe ich nie wieder betreten.

Als Lehrer und später als Schulleiter habe ich immer großen Wert darauf gelegt, mich von meinen schlechten Lehrern zu unterscheiden. Die vielen zahlreichen wirklichen Pädagogen waren mir ein Vorbild.

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