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Profifußball in Oldenburg Gesellschaft für Stadionplanung gegründet – aber Fragen bleiben offen

Hier- in Nachbarschaft zu EWE Arena (links) und LzO (Vordergrund) wäre Platz für ein Stadion.

Hier- in Nachbarschaft zu EWE Arena (links) und LzO (Vordergrund) wäre Platz für ein Stadion.

von Reeken

Oldenburg - Mit der Gründung der Stadionplanungsgesellschaft ist am Dienstag ein weiterer Schritt zum möglichen Bau eines Stadions für den Profifußball in Oldenburg getan worden. Tags darauf bewilligte der Ausschuss für Finanzen und Beteiligungen gegen die Stimmen der Grünen weitere 180.000 Euro außerplanmäßige Mittel – diesmal für die Bauleitplanung (Bebauungsplan 831) der Fläche an der Maastrichter Straße. Die wird nun an ein externes Büro vergeben. Angebote wurden bereits eingeholt, die Auftragsvergabe soll zeitnah folgen.

Gründungsversammlung

In der nicht öffentlichen Gründungsversammlung und konstituierenden Gesellschafterversammlung wurde Joachim Guttek zum Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt. Der frühere Leiter des Amtes für Controlling und Finanzen ist bereits weiter als Projektleiter für die Stadt tätig. „Der Geschäftsführer der Stadionplanungsgesellschaft mbH erhält von der Gesellschaft keine Vergütung“, teilte Finanzdezernentin Julia Figura auf Nachfrage unserer Redaktion tags darauf mit. „Die Bezahlung als Geschäftsführer ist mit dem fortgezahlten Arbeitsentgelt der Gesellschafterin Stadt Oldenburg für die Tätigkeit als Projektleiter für die Geländeentwicklung der Weser-Ems Hallen abgegolten. Eine neue Stelle im Stellenplan ist für die Übernahme der Tätigkeit derzeit nicht erforderlich.“

Das dürfte sich ändern, sollte aus der Planungsgesellschaft nach einem Ratsentscheid für den Bau eine Realisierungs- und Betreibergesellschaft werden. Dafür dürfte ein externer Geschäftsführer gesucht werden.

Den Vorsitz der Gesellschafterversammlung übernimmt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (SPD). Zuvor hatte die Kommunalaufsicht mitgeteilt, keine Einwände gegen die Gründung zu haben, nun folgt noch die Eintragung ins Handelsregister. Danach ist die Gesellschaft offiziell eingetragen und handlungsfähig.

Der Gesellschafterversammlung der städtischen GmbH gehören neben Oberbürgermeister Krogmann elf Vertreterinnen und Vertreter des Stadtrates an, die die Fraktionen und Gruppen entsandt haben: Tim Harms, Oliver Rohde, Ingrid Kruse und Ruth Drügemöller (für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen), Nicole Piechotta, Bernhard Ellberg (stellvertretender Vorsitzender) und Christina Bernhardt (für die SPD-Fraktion), Christoph Baak und Hans-Georg Heß (für die CDU-Fraktion), Hans-Henning Adler (Fraktion Die Linke) und Jens Lükermann (Gruppe FDP/Volt).

Berichterstattung

Nach Auskunft der Stadt soll im Ausschuss für Finanzen und Beteiligungen künftig zum Tagesordnungspunkt „Sachstandsbericht Stadionplanung“ regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen berichtet werden. Am Mittwoch funktionierte das allenfalls mäßig. Auch Ratsherr Sebastian Rohe (Grüne) wunderte sich: „Hieß es nicht, dass aus der Gesellschafterversammlung berichtet wird.“ Wurde es auch, öffentlich allerdings nur wenig, hauptsächlich wurde auf den nichtöffentlichen Teil verwiesen. Auch die Einwohnerfrage von Klaas Brümann von der Bürgerinitiative Stadionbau, wann der Auftrag für das Nutzungs- und Betriebskonzept ausgeschrieben werde, konnte die Finanzdezernentin nur knapp beantworten, da das „noch nicht final entschieden“ sei. Antworten auf bereits vor Wochen gestellte Fragen hat Brümann noch nicht erhalten – und bekam sie auch im Ausschuss nicht.

Markus Minten
Markus Minten Stadt Oldenburg und Ammerland (Leitung)
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