OLDENBURG - Nach Bremen ging es für die NWZ -Gewinner. Dort besichtigten sie das europäische Labormodul Columbus.
von esther rothstegge
OLDENBURG - „Na, dann gehen wir mal an Bord“, sagt Andreas Juhls und geht schon mal vor – und die sieben Oldenburger gleich hinterher, schließlich war vom Modell des Labormoduls Columbus die Rede.Im September konnten NWZ -Leser Fragen zur Raumstation ISS einsenden, die Astronaut Thomas Reiter während des Weltrauminterviews auch beantwortete. Unter allen Einsendungen wurden drei Gewinner gezogen. Wilfried Ramke, Melanie Heuer (9) und Paul Sytwala (6) durften nun mit Begleitung an einer exklusiven Führung bei Astrium ehemals EADS in Bremen teilnehmen.
Dabei erzählte Andreas Juhls von Astrium nicht nur von der Raumstation, sondern auch von Weltraumlastwagen und der Schwerelosigkeit. So erfuhren die Oldenburger, dass das Automated Transfer Vehicle (ATV), ein unbemanntes Raumschiff ist, das unter anderem Nahrung, Wasser und Treibstoff zur Raumstation bringt und auf den Müll wieder abtransportiert. Oder dass ein niederländischer Astronaut, der während seines zweiwöchigen Aufenthaltes im All an Schlafstörungen litt, zurück auf der Erde einen aufblasbaren Schlafsack entwickelte. In dem Schlafsack haben Astronauten auch im Weltall das Gefühl, sie hätten eine Matratze unter sich.
Höhepunkt der Führung war aber sicherlich die Besichtigung des Modells des europäischen Labormoduls Columbus. Das Modul wurde in Bremen gebaut und wartet in Cape Canaveral auf den Weltraumtransport. Im Herbst soll Columbus an die Raumstation ISS angedockt werden und dann in den nächsten 15 Jahren Arbeitsplatz für Astronauten sein. Experimente aller Art werden dann in dem Labor von den Astronauten durchgeführt.
