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Entwicklung im Nordwesten Oldenburg hängt Osnabrück beim Bevölkerungswachstum ab

Viele Menschen in Oldenburg: das gilt nicht nur für die Innenstadt.

Viele Menschen in Oldenburg: das gilt nicht nur für die Innenstadt.

Archiv

Oldenburg - Oldenburg wächst und wächst und wächst. Nach gerade veröffentlichen Daten der Volkszählung „Zensus“ hat Oldenburg seinen Vorsprung gegenüber Osnabrück weiter ausgebaut. Zum Stichtag 15. Mai 2022 lebten bei uns 172.759 Menschen, in Osnabrück aber nur 164.898 Personen. Gegenüber der Volkszählung von 2011 stieg die Einwohnerzahl in Oldenburg um 15.000 Menschen.

Kommentar
Die Ergebnisse des Zensus wurden präsentiert.

RASANTES BEVÖLKERUNGSWACHSTUM IN OLDENBURG Gute Daten, schlechte Daten

Jasper Rittner

Noch größer fällt das Plus aus, wenn man die letzten 50 Jahre betrachtet. Per 30. Juni 1974 lebten in Oldenburg gerade mal 133.947 Einwohner. Nach aktuellen Zahlen aus dem städtischen Melderegister waren es am 31. Mai dieses Jahres bereits 175.791 Personen. Das Plus gegenüber den erst jetzt veröffentlichten Zensus-Daten von 2022 liegt zu einem gewissen Teil auch an den Ukraine-Flüchtlingen. Gleichwohl wächst Oldenburg seit Jahrzehnten dynamisch. Gegenüber 1974 hat die Stadt nun 42.000 Menschen mehr – ein Plus von über 31 Prozent. Zum Vergleich: In Osnabrück blieb die Einwohnerzahl fast gleich hoch.

Das sagt Krogmann

„Dass Oldenburg innerhalb von rund zehn Jahren um etwa 15.000 Menschen gewachsen ist, spiegelt eindrucksvoll die Attraktivität und dynamische Entwicklung unserer Stadt wider. Das Wachstum stellt uns aber auch vor Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Die Daten helfen uns, Oldenburgs Zukunft zielgerichtet zu planen“, sagte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Gerade im Bereich des Wohnungsbaus, bei Schulen, Kitas und der Verkehrsinfrastruktur sind steigende Bevölkerungszahlen eine besondere Herausforderung für die Stadt. Das zeigt insbesondere der Blick aufs Straßennetz. Dies hat sich seit Bau der Stadtautobahn vor 50 Jahren nicht wesentlich verändert.

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Das Einwohner-Wachstum ist aber auch gut für die Stadtkasse. „Die Daten des Zensus 2022 sind unter anderem Grundlage für die Berechnung des kommunalen Finanzausgleichs“, betont Ole Krull, Fachdienstleiter bei der Stadt. Viele Kommunen erlebten nach dem letzten Zensus 2011 eine böse Überraschung, weil die neuen Daten erheblich von den vorliegenden abwichen. Mit Tausenden von Einwohnern fehlte ihnen auch Geld aus dem Finanzausgleich. Dieser Effekt droht Oldenburg nicht.

Viele Einfamilienhäuser

Nach Hannover (513.291 Personen) und Braunschweig (252.816 Personen) ist Oldenburg nun weiterhin die drittgrößte Stadt in Niedersachsen. Bemerkenswert: In Oldenburg gibt es 45.181 Wohngebäude, in Osnabrück 32.690 und in Braunschweig 43.679. Die höhere Zahl für Oldenburg liegt an den vielen Ein- und Zweifamilienhäusern.

Insgesamt wurden in der Stadt zwischen Mai und November 14.000 Personen zu Wohnsituation, Familienstand, Bildung oder Erwerbstätigkeit befragt. Die Ergebnisse sollen den Verwaltungen bei der Zukunftsplanung in ihrer Kommune helfen. Die NWZ wird fortlaufend die wichtigsten regionalen Ergebnisse aus den Zensus-Datenbanken aufbereiten und veröffentlichen.

Jasper Rittner
Jasper Rittner Chefreporter Oldenburg-Stadt/Ammerland
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