Oldenburg/Hannover - Das Oldenburger „Offis – Institut für Informatik“ baut als eines von zwölf Partnern ein Regionales Zukunftszentrum Nord (RZZ Nord) auf, um kleine und mittelständische Unternehmen beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen zu beraten und zu unterstützen.

„Vielen Betrieben fehlt schlicht die Expertise“, erklärte auf Anfrage Dr. Frank Oppenheimer, zuständiger Bereichsleiter Produktion bei „Offis“.

Am RZZ Nord beteiligen sich die Bundesländer Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein. Sie erhalten vom Bund einen Zuschuss von 5,5 Millionen Euro für das Projekt. Potenziell stehen 500 000 kleine und mittelständische Betriebe im Norden im Fokus. „Künstliche Intelligenz wird immer mehr zum Treiber des digitalen Umbruchs und beeinflusst daher Unternehmensstrukturen und -prozesse – und damit vor allem den Qualifizierungsbedarf der Beschäftigten“, sagt ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums in Hannover. Mit der länderübergreifenden Allianz sei ein „sozialpartnerschaftlicher Schulterschluss“ gelungen. Oppenheimer zufolge bietet Offis ein mehrstufiges Beratungsverfahren an. Die Bandbreite reiche vom 90-minütigen Info-Gespräch bis hin zu einer mehrtägigen, vertieften Beratung.

Neben technischen Prozessen stehe meist die Frage im Mittelpunkt, wann der KI-Einsatz in dem Unternehmen überhaupt Sinn mache. Die Nachhaltigkeit der Aktivitäten sei ein zentrales Anliegen aller Beteiligten. Letztlich gehe es beim RZZ Nord um tragfähige Strukturen und Netzwerke, damit sich Unternehmen und Beschäftigte weiterentwickeln können, so der Sprecher des Wirtschaftsministeriums.

 Ansprechpartner für die Unternehmen bei Offis sind Patrick Knocke,Telefonnummer 0441/9722402, und Jan-Elmar Krauskopf, Telefonnummer 0441/9722350.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent