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Reaktion auf Kultusminister Tonnes Brief „Uns geht das nicht weit genug“

Soeke Heykes
Sind mit der Antwort von Kultusminister Hendrik Tonne unzufrieden: Dinah Maasch (von links), Julia Günther mit ihrer Tochter und Isabel Rojas.

Sind mit der Antwort von Kultusminister Hendrik Tonne unzufrieden: Dinah Maasch (von links), Julia Günther mit ihrer Tochter und Isabel Rojas.

Oldenburg/Hannover - Eine schnelle Rückkehr der Kinder und Jugendlichen an die Schulen. Diese und weitere Forderungen stellte die Mutter zweier Kinder Dinah Maasch aus Oldenburg zusammen mit den Müttern Julia Günther und Isabel Rojas aus Hannover in einem offenen Brief an den niedersächsischen Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD). Jetzt erhielten sie eine Antwort, die sie kaum zufriedenstellt.

Nur vertröstet

„Uns geht das nicht weit genug“, sagt Maasch. „Herr Tonne fasst das zusammen, was bisher gemacht worden ist und das war uns auch schon vorher bekannt. Wir fordern weitergehende Sachen, die für die nächsten Jahre angeschafft werden wie das Einbauen von Luftfiltern“, so die Mutter von Kindern im Alter von 14 und 17 Jahren. Aus der Sicht der drei Mütter würden sie nur vertröstet. Hier bezieht sich Maasch unter anderem darauf, dass der Kultusminister aufführt, dass Grundschulen, Förderschulen für Geistige Entwicklung sowie Abschlussklassen durchgängig Präsenzunterricht hatten.

Weiter weist der Kultusminister darauf hin, dass seit dem 10. Mai für alle Schulen der Grenzwert 165 als Grenze für den Wechsel ins Distanzlernen gilt. Ebenfalls würden Infektionsschutzmaßnahmen bereits umfangreich umgesetzt. Als Beispiel nennt Tonne hier die 45 Millionen Euro für Corona-Schutzausstattung, zusätzliches Personal und Ausweitung der Schülerbeförderung, die an die Schulen und Schulträger gingen.

In Bezug auf die Forderung der Mütter, mehr Räume auch außerhalb der Schulen zu nutzen und den Lehrplan gegebenenfalls anzupassen, antwortet Tonne, dass dafür bereits ein Rahmen geschaffen wurde und den Schulen ausreichend Gestaltungsspielraum gegeben werde.

Rechtliche Schritte

Flexible Regelungen sollen auch für das kommende Schuljahr möglich sein. Zum Thema psychische und physische Gesundheit werde darüber und über weitere Aspekte mit Experten diskutiert.

„Am Ende des Briefes steht auch, dass er die Entwicklung weiter beobachten will und dann erst Entscheidungen treffen will“, sagt die 46-Jährige. „Wir haben schon ein Jahr beobachtet und abgewartet. Das ist uns zu lange, wir wollen, dass jetzt Investitionen kommen oder zumindest Pläne und Strategien, dass die Familien Aussichten haben“, betont Maasch.

Aus diesem Grund werden die drei Mütter noch einmal nachhaken, was genau geplant ist. „Zum Beispiel das Szenario A, davon ist gar nicht die Rede. Und dann die Anschlussfrage, wie kann eine sichere Beschulung erfolgen, sowohl im Wechselunterricht als auch wenn alle wieder da sind“, sagt die Oldenburgerin. Auch rechtliche Schritte sind in Planung. „Da werden wir anwaltlich beraten und schauen, wie man das einfordern kann“, sagt Maasch.

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