Oldenburg - Erfolg wiederholt: Wie schon vor zwei Jahren wurden vier Facharbeiten von Schülerinnen und Schüler des Herbartgymnasium im Rahmen des Hans-Riegel-Preises prämiert. Ausgezeichnet wurden Celina Kasim, Claudius Dirks, Simon Tapken und Jan Emil Wefer, die mit ihren Arbeiten aus den naturwissenschaftlichen Seminarfächern mit „vorbildlichen Leistungen in Lexik, Fachsystematik und Fachmethodik“ die Jury der Universität Oldenburg überzeugten.
Celina Kasim
Celina Kasim hatte untersucht, wie bedenklich oder unbedenklich Aluminium-Flaschen bei regelmäßigem Gebrauch sind. Sie wurde von der Jury des Fachbereichs Chemie mit dem zweiten Fachpreis ausgezeichnet. Gelobt wurden die aktuelle und gesellschaftlich relevante Fragestellung und die „äußerst systematische, kreative und analytische Vorgehensweise“.
Die drei weiteren Preisträger kommen aus dem Bereich der Informatik.
Claudius Dirks
Claudius Dirks setzte sich mit „Kerninformatik“ auseinander und studierte und auf Basis von Linux die Anforderungen und Entwicklung eines gehärteten Betriebssystems. Ihm gelang es, über eigene Shellscripts Komponenten eines Linux-Betriebssystems gegen bestimmte Angriffe sicherer zu machen, was ihm Platz 3 einbrachte.
Simon Tapken
Auf dem zweiten Platz im Bereich Informatik landete Simon Tapken, der für seine Analyse und Auswertung komplexer Datenströme, die für viele digitale Anwendungen relevant sind, ausgezeichnet wurde. Tapken untersuchte den Einsatz von RFID-Systemen in Casinos für Möglichkeiten der Betrugsprävention am Beispiel des Spiels Black Jack, mit dem Ziel, sogenannte „Kartenzähler“ am Spieltisch aufzudecken.
Jan Emil Wefer
Der Sieg ging an Jan Emil Wefer, der eine Facharbeit zur Entwicklung eines elektronischen Blechblasinstruments vorlegte. Die Jury lobte die komplexe Fragestellung und die hohe Interdisziplinarität: Die Arbeit besteche durch ihre große thematische Vielfalt, die eine Vernetzung zwischen fachmethodischen Konzepten der Software und deren Verknüpfung mit Hardwarekomponenten vereine. Sie begegne einem grundlegenden Problem der Informatik: der Verarbeitung von analogen zu digitalen Datenströmen. Zudem seien die musikalischen Grundlagen eines Blechblasinstruments sehr sauber aufgearbeitet und sachgerecht auf die technische Umsetzung übertragen worden. Die Informatikerin Dr. Ute Vogel-Sonnenschein zeigte sich beeindruckt von der „wahnsinnigen Arbeit“ und Wefers „sehr strukturierter Arbeitsweise“, die einen „ganz großen Glückwunsch“ verdienten.
Prof. Dr. Michael Wark als Dekan der Fakultät V und Peter Laffin als Projektleiter der Dr. Hans-Riegel-Stiftung lobten „den Ehrgeiz und die Intensität“, mit denen sich alle Preisträger und Preisträgerinnen in ihren Themen eingearbeitet hätten und ihre hohe Bereitschaft zum „forschend-entdeckenden Lernen“.
Da das Herbartgymnasiums bereits mehr als zehn prämierte Facharbeiten vorzuweisen hat, gab es von Stiftung 1000 Eur für die Schule.
