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17. bis 26. Juni in Oldenburg „Hidden Art Project“ plant Kunst-Festival in Achternstraße

Lädt mit dem „Hidden Art Project“ zum Kunstfestival in der Achternstraße ein – Festivalmanagerin Nele Honig auf der Fläche, auf der bis zu seinem Umzug Camp David war.

Lädt mit dem „Hidden Art Project“ zum Kunstfestival in der Achternstraße ein – Festivalmanagerin Nele Honig auf der Fläche, auf der bis zu seinem Umzug Camp David war.

Piet Meyer

Oldenburg - Die Ausstellung des „Hidden Art Project“ bei Hema in der Haarenstraße vor zwei Jahren war ein kleiner Sensationserfolg. Jetzt knüpfen die Veranstalter dort an – „nur größer und besser“, sagt Mitorganisatorin Nele Honig. Vom 17. bis 26. Juni wird jetzt ins ehemalige „Camp David“ (früher auch „Thalia“) in der Achternstraße eingeladen, zum „re:claim“-Festival mit den Werken von mehr als 40 Künstlerinnen und Künstlern und Rahmenprogramm. Dazu gehören auch lokale und nationale Bands, ein Tank-Kollektiv, Kino des Cine k, Kunst- und Kultur-Workshops, eine Podiumsdiskussion und vieles mehr. Auf der Empore soll ein „Roomers-Project“ zur Meinungsfreiheit seinen Platz finden. Eingeleitet wird das Festival, das täglich ab 12 Uhr läuft, mit einer Kulturdemo am Freitag, 17. Juni, über den Wallring.

Leben auf den Flächen

Die zentrale Lage und der leichte, offene Zugang sollen erneut viele Menschen für die Ausstellung und das Festival gewonnen werden und gleichzeitig Leben auf Flächen bringen, auf denen sonst gerade nichts los wäre – als ein Gewinn für die ganze Innenstadt. Künstler, die sich noch daran beteiligen möchten, müssten sich umgehend bei den Veranstaltern melden – Infos unter www.hiddenartproject.de/opencall.

Das Festival solle sich „dem Thema des Zurückeroberns widmen“, sagt Festivalmanagerin Nele Honig. Ein gewisser Strukturwandel, die Folgen von zwei Jahren Corona und ein verändertes Miteinander hätten „in urbanen und gesellschaftlichen Räumen ihre Spuren hinterlassen“.

Kulturpolitischer Aspekt

Das „Hidden Art Project“ möchte die gerade leerstehende Immobilie „in einen Ort der kreativen Wiederaneignung verwandeln“, sagen die Initiatoren, die das als „auffordernden Imperativ“ sehen, „als ein vielschichtiges und diversifiziertes Zurückerobern“. Aus ihrer Sicht gilt es „minorisierten kulturellen wie auch sexuellen und geschlechtlichen Identitäten Sichtbarkeit zu ermöglichen“ und „Selbstentfaltungen und das eigene Leben im Kontext einer pandemischen Ausnahmesituation sukzessive wiederzuentdecken“. Dabei gehe es auch darum, ein Zeichen gegen den Online-Handel und seine Folgen für die Innenstadt zu setzen und sie „physisch und psychisch“ noch erlebbarer zu machen, sagt Nele Honig.

Nachwuchs etablieren

Ermöglicht wird den Veranstaltern das zehntägige Festival-Projekt durch den Eigentümer der Immobilie, Dr. Klaus-A. Zugermeier, der seine Fläche für diese Tage zur Verfügung stellt.

Die Initiatoren hoffen, dass mit solchen Aktionen auch eine Grundlage gelegt werden kann, um ein „zukunftsträchtiges Bild der Stadt“ für Nachwuchsakteure der Kulturbranche zu etablieren – als Investition in die Zukunft, ermöglicht auch im Zusammenwirken von Kultur- und Wirtschaftsförderung.

Die Unterstützer

Unterstützt wird das Festival von Cine k, Kulturetage, Staatstheater, OUT-Unitheater, der Initiative „Raum auf Zeit“, Stadtmuseum, Theater k und „xpon-art gallery“ Hamburg.

Karsten Röhr
Karsten Röhr Redaktion Oldenburg
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