Oldenburg - Auf dem Schlossplatz in Oldenburg geht es um 7 Uhr morgens normalerweise noch relativ ruhig zu. Nicht so an diesem Montag. Mehr als 50 Handwerker aus Oldenburg und der Umgebung haben sich dort getroffen, um zu einem besonderen Einsatz auszurücken. Sie haben sich auf den Weg in das Ahrtal gemacht, das im Juli diesen Jahres überschwemmt und dadurch stark zerstört wurde. Im Rund 350 Kilometer entfernten Bad Neuenahr-Ahrweiler wollen die Handwerker bis Freitag bleiben und ihre Hilfe überall dort anbieten, wo sie gebraucht wird.
Bastian Darsow, stellvertretender Obermeister der Oldenburger Innung für Sanitär- und Heizungstechnik (SHK), sowie Elektromeister Jannik Henken waren schon einmal, kurz nach der Katastrophe, in dem Gebiet. Beide hätten den gleichen Gedanken gehabt: „Das, was wir vor Ort gemacht haben, war noch nicht genug. Es braucht mehr Hilfe.“ So taten sich die SHK- und die Elektro-Innung zusammen und innerhalb kürzester Zeit fanden sich zahlreiche Handwerker, die im Überschwemmungsgebiet mit anpacken wollten. Nach wochenlanger Planung, Absprache und einem Erkundungstrip nach Bad Neuenahr-Ahrweiler ging die Reise nun los.
Es wurde außerdem ein Spendenkonto eingerichtet, mit dem die Wiederaufbau-Aktion sowie Materialien bezahlt werden sollen.
