Oldenburg - Kleider, Anzüge, Ringe, Torten – auf der Hochzeitsmesse in den Weser-Ems-Hallen findet sich alles, was man für den schönsten Tag im Leben benötigt: Zum Anfassen, beraten lassen und zur Inspiration. „Die Messe hätte auch unter anderen Bedingungen stattfinden können“, erklärt Projektleiterin Sonja Hobbie.
Doch sie freue sich, dass aufgrund der aktuellen epidemischen Lage und der 2G-Regel ohne Maske gestöbert werden darf. „Man kann sich näherkommen und mal umarmen, wenn man das richtige Kleid gefunden hat“, so Sonja Hobbie, die sich bereits das ganze Jahr auf die Messe freut. „Es ist ein positives Thema, und das merkt man an den Leuten. Sie sind gut drauf“, beschreibt sie.
Die Projektleiterin hat lange Erfahrung in der Messearbeit. Frischen Input bekommt sie von Annalena Ripke, die im selben Alter ist, wie die meisten Heiratenden. „Diese Zusammenarbeit macht es aus“, so Hobbie. Zudem legt sie den Paaren noch eine Sache ans Herz: „Macht eure Hochzeit. Bleibt euch selbst treu, denn es ist euer schönster Tag.“
Nicht zu schick
Wie soll dieser Tag aussehen? „Etwas rustikal, es soll nicht zu schick sein“, beschreibt Cosima Klein, die zusammen mit ihrem Partner über die Messe schlendert. Damit treffen sie den Trend, der sich bereits im Titel der Messe wiederfindet: „Greenery trifft Industrial“ – Metallelemente und Lichter werden kombiniert mit grünen Pflanzen. „Zudem achten die Paare immer mehr auf Nachhaltigkeit“, erläutert Hobbie. Ein Highlight der Messe war die Modenschau, auf der Kleider, Anzüge und Brautsträuße vorgeführt wurden. Die Models gingen dabei nicht nur den Laufsteg hinunter, sondern tanzten auch. „Das sind keine Stehanzüge, man kann damit tanzen“, erläutert Hobbie. Für die Kleider gelte das gleichermaßen. Das bestätigt auch Mirja Buss, die in einem Brautmodengeschäft in Delmenhorst arbeitet. „Die Kleider sollen leicht und bequem sein“, beschreibt sie. Zudem werde der Absatzschuh mittlerweile auch gerne mal durch einen schicken Sneaker ersetzt.
Und die Herren?
„Die Männer wollen mittlerweile genauso schick sein wie die Frauen“, beschreibt Anja Leucke von einem Herrenausstatter in Lohne. Neben der Leichtigkeit darf es auch bunt werden: Grün, rot oder hellblau würden gerne als Alternative zum klassischen schwarzen Anzug gewählt. Und auch hier sind Sneaker immer beliebter. Um diesen Trend zu bedienen, habe die Messeorganisation Hendrik Buchhop eingeladen. Der junge Unternehmer aus Ganderkesee bemalt seit einem Jahr Sneaker mit eigenen Designs. „Viele lassen sich Schuhe für die Party nach der Hochzeit personalisieren“, erläutert Buchhop. Oft mit dem Hochzeitsdatum oder mit einem „Mr.“ und „Mrs.“ Schriftzug.
Pop-up-Bühne
„Meine Idee entstand letztes Jahr“, berichtet Arndt Baeck, der mit seiner Pop-Up-Bühne vor Ort ist. Damals habe er sich wegen der Coronalage mit dem Straßenklavier auf den Weg gemacht und festgestellt, dass dieses sehr anfällig gegenüber Wetter oder bei Treppen sei. Also besorgte sich Baeck einen Foodtruck und baute diesen zu einer Pop-up-Bühne mit klappbarem Flügel um. „Das Interesse ist groß, besonders für kleine bis mittlere Outdoor-Events“, so Baeck. Er gibt jedoch zu, dass bei Hochzeiten doch eher der klassische Flügel gefragt ist.
