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Dorf im Bundesstaat Indiana So erleben zwei Oldenburger das US-amerikanische Oldenburg

Unterwegs im Bundesstaat Indiana: Heinz Westermann-Papenfuß und Dagmar Papenfuß aus Oldenburg

Unterwegs im Bundesstaat Indiana: Heinz Westermann-Papenfuß und Dagmar Papenfuß aus Oldenburg

Privat

Oldenburg - In der amüsanten Geschichte um die fehlerhafte Stadtsilhouette auf städtischen Fahrzeugen und dem Unterschied zwischen Oldenburg i.O. (in Oldenburg) und Oldenburg i.H. (in Holstein) sollte nicht unterschlagen werden, dass auch eine weitere Stadt dieses Namens eine Reise wert ist: Oldenburg, IN – also die US-amerikanische Variante im Bundesstaat Indiana. Das dachten sich jedenfalls die Oldenburger Dagmar Papenfuß und Heinz Westermann-Papenfuß. Seit 2016 bereisen die beiden 63-Jährigen regelmäßig den nordamerikanischen Kontinent. Diesmal durfte ein Abstecher in den Ort, der so heißt wie ihre Heimatstadt, nicht fehlen.

Dorf der Türme

Oldenburg in Indiana wurde 1837 von einer Gruppe deutscher Siedler gegründet und nach Oldenburg in Oldenburg benannt. „Es wird wegen seiner Kirchen und religiösen Bildungseinrichtungen auch ,Dorf der Türme’ genannt“, schreibt das Ehepaar. „Wir übernachteten dort (mit Erlaubnis der Priester) in unserem Wohnmobil auf dem Parkplatz einer Kirche. Die Priester waren sehr interessiert an uns und an Oldenburg in Deutschland.“ Ein zentraler Punkt sei das 1851 von Mutter Theresa Hackelmeier gegründete Kloster, in dem heute 300 Schwestern leben. „Das Kloster nimmt heute eine wichtige Position im sozialen Leben des Ortes ein, betreibt ein Krankenhaus und Gemeinwesenarbeit.“

Aufgefallen ist den Gästen aus Deutschland, dass überall Fahnen mit dem Wappen des Ortes hängen, das identisch ist mit dem Wappen des deutschen Oldenburg. „Ansonsten hat der Ort nichts gemeinsam mit unserem Oldenburg.“ Die Einwohnerzahl beträgt knapp 680 Personen. Der Ort und die Umgebung sind durch Landwirtschaft geprägt. Die landwirtschaftlichen Betriebe sind größtenteils Nebenerwerbsbetriebe.

Bayerische Trachten

Das größte jährlich stattfindende Fest ist das Freudenfest, zu dem auch überregionale Besucher kommen. „Leider haben wir dies um eine Woche verpasst.“ Auf dem Fest werden mehrheitlich deutsche Trachten getragen. „Allerdings erinnern diese eher an Bayern als an Norddeutschland.“ Dass der Bezug zum niedersächsischen Oldenburg zumindest in diesem Bereich verloren gegangen scheint, findet das Ehepaar sehr schade. Dabei ist Neugier nach der alten Verbindung offenbar durchaus vorhanden. „Die Menschen in dem Ort waren sehr interessiert an unseren Berichten von unserem Oldenburg, stets hilfsbereit und freundlich.“

Patrick Buck
Patrick Buck Redaktion Oldenburg (Stv. Leitung)
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