OLDENBURG - „Frauenrechte sind Menschenrechte“ – Das hat sich die neue Oldenburger Ortsgruppe von Terre des Femmes auf die Fahnen geschrieben.
Bundesweit organisieren sich in dem Verein etwa 2800 Frauen, in Oldenburg sind es derzeit etwa 20. „Wir freuen uns, dass alle Altersgruppen vertreten sind“, sagen Kathrin Stern, Maike Meinen und Antke Akkermann, die beim Anschieben der Gruppe seit November vergangenen Jahres in der Frauenrechtsorganisation bereits aktiv sind.
Zwar stammen viele Frauen, die sich in der Gruppe engagieren, aus dem Umfeld der Universität, doch längst nicht alle. Und das sei auch gut so, schließlich verstünden sie sich als Städtegruppe und nicht als Hochschulgruppe, meint Koordinatorin Kathrin Stern (31). Die Diplom-Sozialwissenschaftlerin hatte sich in Hamburg bereits bei Terre des Femmes engagiert.
Bei der Gründung halfen das Frauenbüro der Stadt Oldenburg und das feministische Referat der Universität. Bei dem ersten Treffen der Frauen im Alter zwischen 24 und 70 Jahren stand das Thema häusliche Gewalt auf der Tagesordnung. Es geht u.a. aber auch um die Bereiche Prostitution, Ehrenmorde und gleiche Bildungschancen.
Aktuelles großes Vorhaben aller Terre-des- Femmes-Gruppen Deutschlands – die Zentrale sitzt in Tübingen – ist der Einsatz gegen Genitalverstümmelung. Mit Wanderausstellungen und Vorträgen, Flyern und Filmen geht es um Informationen über die Beschneidung von Frauen.
Zu den prominenten Unterstützerinnen zählen u.a. die Schauspielerinnen Gudrun Landgrebe und Nina Hoss, aber auch die Bestsellerautorin Sabine Asgodom.
In Oldenburg organisierte die Stadtgruppe bereits Büchertische und trifft sich regelmäßig an jedem ersten Donnerstag im Monat um 20 Uhr in den Räumen der Beratungsstelle Wildwasser an der Lindenallee 23.
Interessierte Frauen sind zu den Treffen bei Terre des Femmes willkommen. Weitere Informationen unter Tel. 0176/75209821.
