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Maßnahmen für Einzelhandel und Gastronomie So erholt sich Oldenburg von der Pandemie

Es ist wieder etwas los in der Innenstadt – hier ein Bild vom verkaufsoffenen Sonntag am 15. August mit zahlreichen Aktionen wie dem Kleinkunstfestival.

Es ist wieder etwas los in der Innenstadt – hier ein Bild vom verkaufsoffenen Sonntag am 15. August mit zahlreichen Aktionen wie dem Kleinkunstfestival.

Oldenburg - Insgesamt 650.000 Euro hatte der Rat im März kurzfristig für dieses Jahr bewilligt, als Soforthilfe für die gebeutelte Innenstadt, um die wirtschaftlichen Folgen von Corona etwas abzufedern. Was ist daraus geworden? „Wir liegen gut im Zeitplan, das Programm ist zu vier Fünfteln umgesetzt“, sagte Innenstadtmanager Steffen Trawinski im jüngsten Ausschuss für Wirtschaftsförderung.

Das Programm, das sich aus Vorschlägen des „Beirats Bündnis Innenstadt“, aus Verwaltung, Einzelhandel, Gastronomie und Politik speist, reicht vom Wegfall der Sondernutzungsgebühren für die Außengastronomie über neue Veranstaltungskonzepte bis zur Übernahme der Kosten für die Weihnachtsbeleuchtung in diesem Jahr sowie Maßnahmen gegen Leerstände und Hilfen für Gründer. Auch deutlich mehr Bänke sowie Blühkästen gehören dazu.

Pop-up und Plauderbänke

Umgesetzt wurden erste Pop-up-Konzepte wie im Leerstand von Biwak City in der Haarenstraße. „Plauderbänke“ aus den Sommergärten sind fürs ganze Jahr stehengelassen worden. Gute Erfahrungen wurden mit den monatlichen Pop-up-Spielflächen gemacht, sagte Trawinski. Allerdings habe die Stadt wegen Corona auf größere Ankündigungen der Spielflächen verzichtet. Ein großer Erfolg sei der Abendmarkt, der Mittwochs noch bis Ende September auf dem Waffenplatz stattfindet. Eine schöne Ergänzung seien die kleinen Mittagskonzerte. Der Erfolg jeder einzelnen Maßnahme fürs Ganze sei schwer zu bewerten und sicher auch das Wetter immer ein wichtiger Faktor.

Die Stadt rechnet mit einem 1,5 Millionen Euro schweren Förderprogramm des Landes für die Innenstadt, das am 2. Oktober bei der NBank beantragt werden kann.

Der aktuelle Zustand der Innenstadt wurde von den Politikern unterschiedlich bewertet. Die FDP-Vorsitzende Dr. Christiane Ratjen-Damerau mahnte weitere Verbesserungen bei der Aufenthaltsqualität an. Manche Bereiche wirkten „heruntergekommen, schmuddelig, mit sehr dreckigen Müllbehältern und fehlenden Bänken“. Bei „Charme und ihre Wohlfühlatmosphäre“ sei noch viel Luft nach oben. Der stellvertretende CDU-Chef Christoph Baak lobte einerseits die Belebung des Waffenplatzes, mahnte gleichzeitig aber Maßnahmen gegen zunehmende Probleme in den Abendstunden an.

Mehr Draußen-Tische

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann appellierte, „uns jetzt nicht in eine Negativ-Schleife hereinzureden, wir stehen im Vergleich in Oldenburg immer noch sehr gut da“. Durch den Innenstadtmanager sei in den vergangenen Monaten „viel geleistet worden“. Aber weitere Formate wie etwa ein Sportsommer analog zum Kultursommer seien nötig.

Tatsache sei jedenfalls, dass „zurzeit wieder sehr viele Menschen in der Innenstadt sind, sie ist sehr belebt“, sagte die SPD-Vorsitzende Nicole Piechotta, die eine App mit allen anstehenden Innenstadt-Aktionen vorschlug. Auch Hans-Hermann Schreyer von den Liberal-Konservativen Reformern (LKR) sieht einen deutlichen Unterschied zu vorher: „Mein Eindruck ist, dass das Leben in die Innenstadt zurückgekehrt ist, auch dank der Gastronomie mit ihren vielen Tischen draußen, mehr als vorher, das ist sehr positiv.“

Karsten Röhr
Karsten Röhr Redaktion Oldenburg
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