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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Bienen summen weiter in Schulmauer

12.07.2019

Oldenburg Ferienzeit – doch leise ist es in der Schule an der Kleiststraße nicht: Lautes Summen ist vom Schulhof aus zu hören. Schaut man genau hin, erkennt man die Bienen, die in Gruppen Richtung Schuldach fliegen.

„Ein ganzes Bienenvolk hat sich in die Mauer des Schulgebäudes eingenistet. Vermutlich haben es sich die Insekten zwischen den Holzwänden im Hohlraum gemütlich gemacht“, sagt Sascha Akkermann, pädagogischer Anleiter in der Jugendwerkstatt Lupo. „Normalerweise sind es Wespen, die sich in Gemäuer einnisten. Wahrscheinlich hat der süßliche Geruch der vielen Linden die Bienen hergelockt“, ergänzt er.

Zusammen mit seinen engagierten Schützlingen der Jugendwerkstatt, Thomas Thien und Marcel Hein, war die Bergung der Insekten am Donnerstag geplant. Ausgestattet mit Brecheisen, Bohrer, Hammer und Winkelschleifer machten sich die drei Bienen- und Holzexperten an die Arbeit.

Durch Holzwand bohren

Das Bienenvolk soll aus einem Schulflur aus der Mauer geborgen werden. Dafür muss Sascha Akkermann durch die Holzwand bohren. „Viel zu sehen ist da noch nicht, aber das laute Summen ist nicht zu überhören“, berichtet er von der aufgestellten Holzleiter aus.

„Zuerst haben wir die Wand geöffnet. Nun müssen wir die Nägel lösen und das Brett rausnehmen. Dann haben wir bessere Sicht“, erzählt Thomas Thien.

„Zurzeit bin ich noch im Holzbereich der Jugendwerkstatt tätig, gehe nun aber in den Imkerbereich über. Mich interessiert, wie frischer Honig zustande kommt. Ich finde eine natürliche und nachhaltige Produktion sehr wichtig“, ergänzt der 21-Jährige.

„Wenn wir direkt im Bienennest landen, muss es schnell gehen“, warnt der Anleiter der Jugendwerkstatt. Marcel Hein ist in seinen Imkeranzug gestiegen und bereitet den Sauger vor. „Wenn wir uns zu dem Bienenvolk vorgearbeitet haben, werden wir die Insekten vorsichtig einsaugen. Sie gelangen durch den Schlauch direkt in einen Auffangbehälter. Danach in die Bienenkiste“, sagt Marcel Hein. Soweit die Theorie.

Bergung verschoben

Die Realität sah dann doch etwas anders aus. Die erwähnte Holzwand stellte sich als dicker Balken heraus. „Da kommen wir nicht einfach durch“, so das Fazit von Akkermann. Nach einem weiteren Durchbohrungsversuch, der teilweise von Erfolg gekrönt war, klebten Honigreste am Bohrer.

„Da zwischen der Außenfassade und der Innenwand nur wenige Zentimeter liegen, könnte es sein, dass die Honigwaben vertikal in der Wand herunter verteilt sind“, vermutet Marketingmitarbeiterin der Volkshochschule Katharina Nordenbrock. Die Volkshochschule ist Träger der Jugendwerkstatt Lupo.

Daher musste die Bergung am Donnerstag abgebrochen werden. An diesem Freitagmorgen wird die Wand nun über die Außenfassade geöffnet. Das geborgene Nest soll dann in einem kleinem Waldstück bei Neu-Hatten platziert werden. Die Jugendwerkstatt unterhält derzeit sechs Bienenvölker, die dort und in Wüsting angesiedelt sind. Das Bienenprojekt soll ein fester Bestandteil im Alltag der Jugendlichen werden und beinhaltet auch die Pflege der Waben.


Mehr Infos im Spezial unter   www.nwzonline.de/insektenjahr 
Nathalie Langer Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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