OLDENBURG - Es ist besonders schmerzlich, wenn Kinder an Krebs erkranken. Die meisten Familien müssen zunächst einmal den Schock überwinden. Dann gilt es, alles zu tun, um die Kinder zu retten und ihr Leiden zu mindern. Das Team im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin (Elisabeth-Kinderkrankenhaus) am Klinikum bemüht sich seit Jahren mit viel Engagement, den kleinen Patienten und ihren Familien zu helfen.
Im soeben veröffentlichten Jahresbericht 2009 betonen Professor Dr. Hermann Müller und die Oberärzte Dr. Reinhard Kolb sowie Dr. Lutz Löning, dass es gelungen sei, Herausforderungen zu meistern, neue Strukturen einzuführen und damit wichtige Ziele zu erreichen.
Erfolgreich wird auch wieder die Entwicklung im Bereich der pädiatrischen Onkologie (Kinder-Krebs-Abteilung) gewertet und die Arbeit für den Verbund Pädiatrische Onkologie Weser-Ems.
67 kleine Patienten, bei denen die Krankheit neu diagnostiziert wurde, wurden an das Kinderkrebsregister in Mainz gemeldet. Ihnen allen steht das Team der Kinderklinik bei der Bewältigung des schweren Schicksals zur Seite. Auch die Elterninitiative krebskranker Kinder finanziert weiterhin mehrere Stellen im Bereich der pflegerischen und psychosozialen Versorgung. Ohne diese Hilfe wäre vieles, was den Patienten hilft, nicht möglich.
Zu der Auszeichnung des PädOnko-Verbandes mit dem Nachsorgepreis der Krebsgesellschaft gratulierte auch Bundesministerin Ursula von der Leyen. Der Brief ist im Jahresbericht abgedruckt.
Mit den 67 neu an Krebs erkrankten Kindern wurden 15 mehr als im Jahr zuvor im Elisabeth-Krankenhaus registriert. 22 von ihnen waren an einem Hirntumor erkrankt und 15 an Leukämie, das waren im Vorjahr etwa die Hälfte.
