Oldenburg - Welche Regeln gelten eigentlich an den Feiertagen? Das fragten sich die Menschen in Oldenburg nicht nur jetzt über Weihnachten und Silvester – schon Ostern 2021 ging es um die gleichen Themen. Im April drehte sich in der Stadt alles um das Thema Corona. Eine nächtliche Ausgangssperre wie in manchen umliegenden Landkreisen gab es an den Osterfeiertagen dank einer vergleichsweise niedrigen Inzidenz von 86,4 in Oldenburg nicht.
Neue Konzepte
Insgesamt drei Mal mussten sich die Geschäftsleute allein im April auf neue Konzepte während der Corona-Pandemie einstellen. Einkaufen mit Termin (Click und Collect) in der Innenstadt war Anfang des Monats möglich. Schon zwei Wochen später startete ein Modellprojekt im Einzelhandel: Kundinnen und Kunden mit negativem Test durften zum Einkaufen in die Geschäfte gehen. Mit Maskenpflicht auch draußen in der Fußgängerzone und Abstandsgeboten sollte die Innenstadt zu einer sicheren Zone werden. Gegen Vorlage des negativen Corona-Tests sollte ein „City Pass“ ausgestellt werden, mit dem man in den Geschäften einkaufen kann. Voraussetzung für das Projekt sollte ein stabile Inzidenz sein. Schon wenig später wurde das Modellprojekt verschoben, später dann ganz abgesagt.
Am 24. April öffnet der Einzelhandel nach einem einwöchigen Lockdown in der Hochinzidenzkommune Oldenburg wieder, die Kunden konnten mit Termin und negativem Corona-Schnelltest einkaufen. Möglich wurde die Öffnung trotz einer Inzidenz von 130 aufgrund neuer Bundesregeln.
Im April starteten die Hausärzte in Oldenburg mit den Corona-Impfungen. Vorher war das nur im Impfzentrum möglich. Viele ältere Menschen nutzten diese Möglichkeit – viel Impfstoff allerdings stand nicht zur Verfügung. Jeder Arzt erhielt ungefähr 20 Dosen Biontech in der Woche.
Das Impfzentrum Oldenburg war Mitte April fast ausgelastet. In einer Woche waren dort 3600 Menschen geimpft worden. 14 Prozent der Oldenburger hatten bis zum 10. April ihre Erstimpfung erhalten. In Spitzenzeiten wurden im Impfzentrum später 1000 Menschen am Tag geimpft.
Schulen schließen
In den Oldenburger Schulen galt nach den Osterferien wie schon zuvor Wechselunterricht, außerdem mussten die Schülerinnen und Schüler sich testen. Mitte des Monats stieg die Inzidenz in der Stadt, am 14. April lag sie bei 115,9. Am 16. April gingen die Schulen (außer Grundschulen und Abschlussklassen) aufgrund der hohen Inzidenz in den kompletten Distanzunterricht.
Die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen erreichte im April gleichfalls einen hohen Stand, Tendenz weiter steigend. Die drei Oldenburger Krankenhäuser zeigten sich sehr besorgt. Auch jüngere Patienten mussten beatmet werden, planbare Operationen wurden teilweise verschoben.
