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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Tourist-Info Oldenburg will Google abschütteln

15.08.2019

Oldenburg Wer sich auf dem digitalen Stadtplan der Tourist-Info über Oldenburg informiert, profitiert von Daten des Internet-Konzerns Google. Angaben über Veranstaltungsorte, Geschäfte, Hotels und viele andere Anlaufstellen bezieht die Tourist-Info über den US-Konzern.

Bislang. Denn die städtische Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH will von dem mächtigen Daten-Anbieter unabhängig werden. „Bislang konnten wir Daten kostenlos über Google Maps aktualisieren“, berichtet Geschäftsführerin Silke Fennemann. „Seit vergangenem Jahr fordert der Konzern von uns Geld dafür.“

400 bis 500 Adressen, sogenannte Points of Interest, sind auf dem digitalen Stadtplan der Tourist-Info eingetragen. „Adressen, Öffnungszeiten und viele weitere Angaben müssen regelmäßig aktualisiert werden, damit Besucher richtig informiert sind“, erklärt die Geschäftsführerin. „Zum Teil aktualisieren wir mehrmals täglich.“

Nur ausgewählte Daten

Genaue Angaben, wie hoch die Rechnung ist, macht die OTM nicht. „Aber es ist so viel, dass wir unsere eigene Datenbank aufbauen werden“, kündigt Silke Fennemann an. Wie genau das geht und wer die Datensätze pflegt, das sei noch offen. Aber bis Ende des Jahres will die OTM unabhängig sein von Google. Der Kunde soll die Umstellung nicht spüren. Allerdings will die OTM prüfen, wie viele der Anlaufstellen auf der Stadtkarte überhaupt wichtig sind. „Wir werden uns auf die relevanten Angaben beschränken“, kündigt Silke Fennemann an.

Jeder Klick zählt

Google bestätigt, dass das Unternehmen seit Juli 2018 die Aktualisierung von Datensätzen in Rechnung stellt. „Wie hoch die Kosten sind, hängt davon ab, welche Daten genau abgerufen werden und wie oft“, teilt der Konzern auf Nachfrage mit. „Ganz grob kann man sagen, je mehr Anfragen zum Beispiel nach dem Landesmuseum gestellt werden, desto mehr Geld muss die Gesellschaft bezahlen“, erklärte ein Sprecher.

Eine „gewisse Anzahl an Suchanfragen“ sei kostenlos und durch das monatliche von Google bereitgestellte Guthaben in Höhe von 200 US-Dollar (etwa 178 Euro) gedeckelt, teilt Google mit. „Übersteigen die Suchanfragen einen Schwellenwert, muss der Kunde bezahlen.“

Die OTM hat Konsequenzen aus der Situation gezogen. Die zeitlichen Abstände der Datenaktualisierung seien vergrößert und die jeweils abgerufenen Datenvolumina reduziert worden, erklärt Silke Fennemann. Ziel sei, die finanziellen Auswirkungen „überschaubar zu halten“. Das Thema werde die OTM „längerfristig beschäftigen“.

Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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