Oldenburg - Rund 100 Mal im Jahr rückt der Baby-Notarztwagen „Felix“ vom Klinikum Oldenburg aus – um Frühchen und Säuglinge schnellstmöglicht zur Versorgung ins Krankenhaus zu transportieren. Nun ist „Felix“ mit einem verbesserten Transport-Inkubator-System ausgestattet. „In erster Linie wurde das Fahrgestell modifiziert“, erklärt Dr. Jürgen Seidenberg, Direktor der Kinderklinik des Klinikum Oldenburg. „So kann der Brutkasten schneller ins Auto eingeladen und auch schneller wieder ausgeladen werden.“

Außerdem passt der Inkubator nun auch in normale Rettungswagen. „Falls unser Baby-Notarztwagen mal mit Panne liegen bleiben würde, könnte das Frühchen mit anderen Fahrzeugen weitertransportiert werden“, sagt Dr. Seidenberg. Zudem spiele auch die besondere Federung des Brutkastens eine entscheidende Rolle: „Für Frühchen sind Erschütterungen sehr riskant, da sie Hirnblutungen auslösen können. Umso wichtiger ist es, dass der Brutkasten gut gefedert ist.“

Der Baby-Notarztwagen „Felix“ ist seit 2013 am Klinikum Oldenburg stationiert. „Abgeholt werden Frühchen und Säuglinge aus dem gesamten Weser-Ems-Gebiet“, erzählt der Direktor der Kinderklinik. Der Umbau, dessen Kosten sich auf 42 000 Euro beliefen, wurde von Spendengeldern aus der Region finanziert. Zudem übernimmt die „Björn Steiger Stiftung“ die laufenden Betriebs- und Wartungskosten von rund 10 000 Euro im Jahr.

Gloria Balthazaar
Gloria Balthazaar Redaktion Wildeshausen