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Nwz-Chefreporter Im Selbstversuch Von Kirchhatten nach Oldenburg täglich mit dem Rad

Oldenburg/Kirchhatten - Innerhalb einer Stadt ist das Fahrrad dem Auto als Verkehrsträger in vielfacher Hinsicht überlegen. Daran lassen die meisten Mobilitätsstudien keinen Zweifel. Die Fortbewegung auf zwei Rädern ist nicht nur gesünder und umweltverträglicher. Auch wirtschaftlich und in puncto Tempo zieht das Auto auf innerstädtischen Strecken meist den kürzeren.

Aber gilt das auch bei mittelgroßen Entfernungen? Diese Frage drängte sich mir nach dem Umzug aus der Innenstadt von Oldenburg nach Kirchhatten auf. Bislang war ich fast ausschließlich mit dem Rad in der Stadt unterwegs. Aber nun beträgt mein Arbeitsweg zum Medienhaus der NWZ in der Peterstraße gut 18 Kilometer. Es gibt einen Schnellbus, der von Kirchhatten-Markt zum Lappan 24 Minuten braucht. Das finde ich attraktiv; aber zumindest der Corona-Fahrplan bietet nur eingeschränkte Flexibilität bei den Verbindungen.

Zweitwagen überflüssig?

Der schnellste Weg mit dem Auto von Kirchhatten nach Oldenburg führt über Munderloh zur Anschlussstelle Hatten der A 28. Dann ist man in rund 20 Minuten am Ziel. Aber wir haben nur ein Auto in der Familie; ich kann nicht täglich darauf zugreifen. Und wenn irgendwie möglich, wollen wir auf die Anschaffung eines Zweitwagens verzichten. Ist das durch den Einsatz eines Pedelecs für meinen Arbeitsweg möglich? Das will ich in den nächsten vier Wochen ausprobieren.

Der direkte Weg von Kirchhatten nach Oldenburg führt über die Landstraße 872 bis Tweelbäke. Die rund zwölf Kilometer bis zur Stadtgrenze – an Feldern, Weiden und schönen Gehöften vorbei – sind zumindest in der jetzigen Jahreszeit malerisch. Landschaftlich weniger attraktiv ist der Abschnitt über die Bremer Straße durch Wohn- und Gewerbegebiete mit dichtem Verkehr in die Innenstadt.

Lässt sich diese Strecke täglich mit einem Pedelec pendeln? Der Fachhändler E-Bike-Only stellt mir für diesen Test zwei Räder zur Verfügung: In den ersten beiden Wochen fahre ich ein Pedelec. Es unterstützt den Antrieb bis maximal 25 km/h. In der dritten und vierten Woche steht mir ein S-Pedelec zur Verfügung. Dieses Rad – das S steht für Speed – ist bis zu 45 Stundenkilometer schnell.

Regen und Abendtermine

Bei Sonnenschein und geregelten Arbeitszeiten ist mir vor der täglichen Tour nicht bange. Aber was ist bei Regen, und wenn die Abendtermine wieder losgehen? Nehme ich mir zuviel vor, wenn neben der Arbeit täglich zwei Stunden fürs Pendeln draufgehen. E-Bike-Only hat mir für den ersten Test das Trekking-Pedelec AEB 890 des Herstellers Velo de Ville zur Verfügung gestellt. Das Rad ist ausgestattet mit dem neuen Bosch Performance Motor und einer Akku-Leistung von 625 WH – die höchste Wattzahl, die der Hersteller im Programm hat. Der Akku reicht nach Angaben des Herstellers bei einer Mix-Nutzung – das heißt beim gleichmäßigen Gebrauch aller vier Antriebsstufen – für rund 100 Kilometer.

Für 3689 Euro steht dieses Rad einschließlich Kettenschloss beim Anbieter zum Verkauf. Mal sehen, ob das Rad meine Erwartungen erfüllt. Die Probefahrt hat mir Appetit auf die Testwochen gemacht. Werde ich Pedelec–Fan, oder werden wir mit einem Autokauf den Absatz ankurbeln? Die nächsten vier Wochen werden es zeigen.

Christoph Kiefer
Christoph Kiefer Reportage-Redaktion (Chefreporter)
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